KOMPASSregion Weschnitztal ist “Leuchtturm-Modell in Hessen”

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(Foto: PP Südhessen)

Als zweite KOMPASSregion in Hessen und erste Region in Südhessen begrüßte Polizeivizepräsident Rudi Heimann die Region Weschnitztal in der KOMPASS-Familie. Mörlenbach, Birkenau, Rimbach und Lindenfels hatten sich Ende letzten Jahres dazu entschlossen, gemeinsam am KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel (KOMPASS) teilzunehmen. Da sie bereits in anderen Bereichen zusammenarbeiten, schloss sich Fürth, die schon seit 2020 dem Programm angehören, dem Verbund an.

Die fünf Bürgermeister erhielten im Bürgerhaus in Mörlenbach das KOMPASS-Begrüßungsschild als sichtbares Zeichen der zukünftigen Zusammenarbeit zwischen Kommune, Bürger und Polizei. Die Bürgermeister Erik Kadesch (Mörlenbach), Michael Helbig (Lindenfels), Holger Schmitt (Rimbach), Milan Mapplassary (Birkenau) und Volker Oehenschläger (Fürth) nahmen die Schilder sowie ein “Starter-Kit” gerne entgegen.

Größte KOMPASSregion in Hessen

Polizeioberrat Daniel Bermbach von der Stabsstelle “Gemeinsam Sicher In Hessen” überbrachte Grüße und Glückwünsche aus dem Hessischen Innenministerium. Mit fünf teilnehmenden Kommunen ist die Region Weschnitztal die größte KOMPASSregion in Hessen. “Ihre Region ist ein Leuchtturm-Modell. Kommunen in ganz Hessen werden auf Sie schauen und genau hinsehen wie es geht und was bei Ihnen gemacht wird.”

Polizeivizepräsident Heimann ging auf die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) ein und führte aus, dass die Kommunen im Weschnitztal bereits sehr sicher sind. Neben den objektiven Zahlen spiele das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger aber eine entscheidende Rolle. Es seien nicht immer die Straftaten, die die Bürger beschäftigen, sondern Dinge, mit denen viele Kommunen zu kämpfen haben. Dazu gehören Müll, fehlende Beleuchtung oder Verkehrsprobleme.

Volker Oehlenschläger und Erik Kadesch versicherten in einer kurzen Ansprache, man wolle die Bürgerinnen und Bürger beteiligen und das Thema “Sicherheit” angehen. Die Sorgen und Ängste der Bürger sollen aufgegriffen und gemeinsam mit der Polizei Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt werden.

Bürgerbefragung als nächster Schritt

Im nächsten Schritt ist eine Bürgerbefragung geplant, der dann Ortsbesichtigungen der genannten “Problemörtlichkeiten” folgen. Auch die Bildung eines Präventionsrates ist vorgesehen.

Das 2021 eingeführte Modell KOMPASSregion bietet vor allem ländlichen oder kleineren Kommunen die Möglichkeit, sich zusammenzuschließen und sich das kommunalen Engagement für mehr Sicherheit aufteilen.

Mit der Region Weschnitztal zählt Hessen nunmehr 117 teilnehmende KOMPASS-Kommunen. Ziel des Programms ist es, die Sicherheitsarchitektur in den Kommunen durch passgenaue Maßnahmen individuell weiterzuentwickeln. Mit der Begrüßung der Region Weschnitztal profitieren über 2,8 Millionen Hessinnen und Hessen von individuellen Sicherheitslösungen in ihrer Stadt oder Gemeinde. Am Ende des Prozesses steht die Verleihung des Sicherheitssiegels.

(Text: PM Polizei Südhessen)

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