Umgang mit Schäden und Gefahren durch Wildschweine in Arheilgen

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Wildschwein (Symbolfoto: Michal Renčo auf Pixabay)

In seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion hat Oberbürgermeister Jochen Partsch den Umgang der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit Schäden und Gefahren durch Wildschweine in Arheilgen erläutert. Aus Sicht des Magistrats bestehe hier grundsätzlich „keine ernsthafte Gefahrenlage, also keine Bedrohung etwa für auf den Schulwegen, beim Besuch der Sportstätten oder beim Ausführen von Haustieren, in und um Arheilgen durch vagabundierende Wildschweine“, so OB Partsch.

Insgesamt schwanke das Vorkommen von Schwarzwild jahreszeitlich bedingt, je nach Fraßangebot. „Es ist von mindestens einer Großrotte (20 bis 25 Stück) auszugehen, die in dem Streifgebiet um Arheilgen und Kranichstein unterwegs ist. Konkrete Zahlen sind dem Grünflächenamt nicht bekannt“, so Partsch. Schwarzwild sei im gesamten Stadtgebiet seit circa 14 Jahren regelmäßig unterwegs. Daten zu Sichtungen werden vonseiten des Grünflächenamtes nicht erfasst. „Die zum Ordnungsamt gehörende Untere Jagdbehörde (UJB) erhält äußerst selten Anrufe von verunsicherten Einwohnenden nach Begegnungen mit Wildschweinen. Diese werden nicht statistisch erfasst“, erläutert der OB.

Personenschäden durch Wildschweine nicht bekannt

Auf die Frage nach konkreten Schäden durch Wildschweine in Arheilgen erklärt Partsch: „Im Jahr 2020 wurden keine Wildschäden gemeldet, 2021 wurden im Bereich Arheilgen drei Wildschäden auf landwirtschaftlichen Grundstücken gemeldet.“ Für die Feuerwehr Darmstadt sei im Jahr 2021 ein Einsatz in Verbindung mit einem Wildschwein dokumentiert. Hier wurden Reste eines Wildschweins in einem Plastiksack neben einem Kleidercontainer gefunden und durch die Feuerwehr zur Entsorgung gebracht. Ein konkreter Fall von Sachschaden, der dem Grünflächenamt bekannt ist, war ein Wildschwein, das am 29. September 2021 in ein Arheilger Treppenhaus eingedrungen ist. Der städtische Wildtierbeauftragte hat damals gemeinsam mit der Polizei und dem Veterinäramt eingegriffen und musste das Wildschwein erlegen. Personenschäden in Zusammenhang mit Wildschweinen sind dem Grünflächenamt allerdings nicht bekannt.

Anlocken durch Futterangebot vermeiden

Um trotzdem eine Vergrämung der Wildschweine oder eine um Schäden und Gefahren in privaten Bereichen und öffentlichen Anlagen zu vermeiden, hat die Stadt Darmstadt seit 2013 einen Wildtierbeauftragten, der über die Ausnahmegenehmigung verfügt, um im Stadtgebiet Darmstadt (befriedeter Bereich) jagen zu dürfen. „Der Wildtierbeauftragte wird auf Zuruf der Bürgerinnen und Bürger tätig und erlegt Schwarzwild, wenn die Sicherheit es zulässt. Die Jagd im Stadtgebiet ist aber mit hohen Risiken verbunden. Als wirkungsvollste Maßnahme wird die wildschweinsichere Einzäunung der Grundstücke empfohlen. Wichtig ist zudem eine richtige Müllentsorgung, um das Anlocken durch Futterangebot zu vermeiden“, erklärt der OB abschließend.

(Text: PM Wissenschaftsstadt Darmstadt)

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