Erneuter Schockanruf mit hohem Sachschaden in Frankfurt

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(Symbolbild: Jim Reardan auf Unsplash)

Schon wieder kam es in Frankfurt zu einem sogenannten Trickbetrug mit der Schockanruf-Masche. Dieses Mal traf es einen 89-jährigen Mann aus Zeilsheim am Dienstagvormittag (1.).

Die Täter kontaktierten den Senior telefonisch und erzählten ihn eine abstruse Geschichte. Sie gaben sich zunächst als Polizisten aus und berichteten von einem angeblichen Unfall der Tochter des Opfers, bei dem sogar jemand ums Leben gekommen sein soll. Nun müsse eine Haft verhindert werden indem der Senior eine Kaution in Höhe von 70.000 Euro zahlen soll. Der 89-Jährige gab bereitwillig an, über wieviel Vermögen er verfüge. Schließlich meldete sich wenig später ein angeblicher Anwalt per Telefon, der einen Abhol- bzw. Übergabetermin mit dem 89-Jährigen vereinbarte. Am Ende erschien eine Frau zum Übergabetermin an einem bislang noch nicht näher bekannten Übergabeort und übernahm Bargeld und Goldmünzen im Wert von mehreren 10.000 Euro. Als die echte Tochter des 89-Jährigen von dem Ereignis erfuhr, war ihr klar, was passiert war und sie erstattete umgehend Anzeige bei der Polizei.

Die Frankfurter Kriminalpolizei registriert seit Beginn des Jahres ein deutlich erhöhtes Aufkommen dieser sogenannten Schockanrufe. Hierbei werden die meist betagten Opfer am Telefon von einer angeblichen Notlage naher Angehöriger informiert und gleichzeitig eine Geldforderung (Kaution) in oftmals fünfstelliger Höhe, zur Abwendung einer bevorstehenden Haft des jeweiligen Angehörigen, gefordert. In der Regel werden die Übergabetermine in der Nähe echter Adressen von Polizei- und Justizbehörden vereinbart. In Frankfurt wurden die Opfer meistens zu den Gerichtsgebäuden in der Innenstadt gelotst. Dort holten dann angebliche Anwälte oder Gerichtsmitarbeiter die “Kautionen” ab bzw. ließen sich diese vom Opfer aushändigen. Im Januar registrierte die Kriminalpolizei insgesamt elf solcher Taten mit einem Gesamtschaden in Höhe von rund 500.000 Euro. Die Opfer kamen aus Frankfurt oder wohnen sogar im Umland, fuhren aber zur Übergabe nach Frankfurt. Die weiteste Strecke legte dabei ein Senior aus Stuttgart zurück.

(Text: PM Polizei Frankfurt)

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