Rodgau: Sportfabrik nimmt Gestalt an

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Fleißige Handwerker machen es möglich: der Zeitplan stimmt noch. (Foto: ah)

Sportfreunde Rodgau sind fleißig mit Innenausbau beschäftigt

„Was ist mit der Sportfabrik? Tut sich da überhaupt etwas?“ Das sind Fragen, die Rudi Ott, Vorsitzender der Sportfreunde Rodgau, in letzter Zeit öfter zu hören bekam. Der imposante Neubau der „EVO-Sportfabrik“ neben dem Feuerwehrstandort Rodgau-Mitte scheint von außen gesehen zwar fertig, aber ansonsten vermisst man Leben in dem Gebäude.

Auf den ersten Blick sind die Baufortschritte kaum erkennbar. Beim Blick hinter die Kulissen sieht das schon anders aus, denn im Inneren wurden Elektroarbeiten, Trockenbauarbeiten sowie Heizungs- und Sanitärinstallationen von den beauftragten Firmen durchgeführt. Ein “Gewirr“ von Kabelsträngen, Wasserleitungen, Abwasserkanälen und Heizungsrohren durchzieht sämtliche Räume. Kurzerhand gab man interessierten Mitgliedern am vergangenen Sonntag die Möglichkeit an einer Führung teilzunehmen, um sie über den aktuellen Stand zu informieren. Vorstandsmitglied Frank Eser und der Sportfreundevorsitzende Rudi Ott führen an diesem Vormittag drei Gruppen durch die Räume. Seit Anfang November ist hier schon an jedem Samstag eine große Gruppe Mitglieder aktiv. Es hieß, die Wände mit OSB-Platten verkleiden, wo es möglich war. In bestimmten Räumen gehört die Verkleidung zum Brandschutz und das dürfen nur die Fachleute erledigen. Die schwierige Situation bei den Baumaterialien machte sich auch hier bemerkbar.

Führungen in kleinen Gruppen gab es am Sonntag durch die Sportfabrik. (Foto: ah)

„Die Platten haben wir vor fünf Monaten über eine Bremer Firma in Belgien gekauft. Die waren wenigstens einseitig geschliffen und auch zu einem noch tragbaren Preis. Hier waren weit und breit keine geschliffenen Platten zu bekommen“, erinnert sich der Sportfreundevorsitzende. Auch die Vorbereitungen für die Arbeiten der Handwerksfirmen, so z.B. die vielen Halteklammern und Löcher bohren für die elektrischen Leitungen, konnte man selber erledigen. „Das hat viele Stunden gedauert und wäre entsprechend teuer geworden, wenn es die Firmen gemacht hätten“, erklärt Rudi Ott. Am Samstag vor der Führung war die Hauptarbeit das Fegen der Böden und die meisten Räume freizuräumen, denn ab dem 31 Januar soll in fast allen Räumen Estricharbeiten durchgeführt werden. Lediglich der große Hallenbereich wird dabei ausgespart, denn dort kommt ein Sportboden hin, dessen Einbau für den März vorgesehen ist. Aber auch an die Behelfstreppe, die in die oberen Stockwerke führt, wurde noch Hand angelegt. Bei der Begehung durch den TÜV konnte Rudi Ott auch wieder etwas Neues lernen. „Der TÜV hat sich über diese Treppe sehr positiv geäußert, was uns natürlich sehr gefreut hat, allerdings hat er bemängelt, dass das Dixie-Häuschen im Freien keine Heizung habe. Das war für uns auch neu.“ Seit Anfang November sind so ungefähr 400 Stunden Eigenleistung zusammengekommen und das wird nach Aussage von Ott auch noch erheblich mehr werden. Obwohl der Weg für die Teilnehmer an den Führungen etwas mühsam war, denn überall musste auf die freiliegenden Leitung am Boden geachtet werden, war das Interesse groß, denn jetzt konnte man sehen, wie das Gebäude aufgeteilt ist und wie die Gestaltung der Räume ist.

So liegt die Küche im Erdgeschoss so, dass sie ein kleines Bistro versorgen kann, aber dann auch bei der Kuli-Woche vom Außenbereich her gut zu erreichen ist. Das mittlere Geschoss ist meist für Verwaltung und Seminare vorgesehen, während dann die verschiedenen Sporträume im Obergeschoss zu finden sind. Der Zugang ist für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte durch einen Aufzug möglich.

Erfreulich ist auch, dass der Zeitplan noch stimmt und der Einzugstermin Spätsommer noch gültig ist. Manche Sportkurse können vielleicht schon früher in das neue Gebäude verlegt werden.

(Text: ah)

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