Werkstatt-Tage Plus für Jugendliche aus Frankfurt sind gestartet

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Neuntklässler der Anne-Frank-Schule beim Bau einer Alarmanlage (Foto: Hessenmetall)

Mit dem Projekt „Werkstatt-Tage Plus“ hat der Arbeitgeberverband Hessenmetall Rhein-Main-Taunus eine Praktikumsalternative für die Schülerinnen und Schüler in Frankfurt gestartet.

Die „Werkstatt-Tage Plus“ machen Berufsbilder auch in Pandemiezeiten praktisch erlebbar. Für die Umsetzung vor Ort arbeitet Hessenmetall Rhein-Main-Taunus mit dem Bildungs-werk der Hessischen Wirtschaft Frankfurt zusammen. In den Räumen und Werkstätten des Bildungswerks in Heddernheim durchlaufen die Jugendlichen fünf Tage lang in Kleingruppen Stationen zu den Berufsfeldern Metall, Elektro und Holz. Sie erhalten so erste Einblicke in typische Arbeitsmaterialien und Tätigkeiten. Außerdem finden im Rahmen des Projekts Be-werbungstrainings statt. An der ersten von insgesamt drei Projektwochen im Juni nehmen Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Schule teil.

Friedrich Avenarius (v. l.), Anna Heißt, Oliver Schwebel (Foto: Hessenmetall)

„Berufsorientierung und Fachkräftesicherung sind wichtige Themen für unsere Metall- und Elektrounternehmen und liegen uns als Arbeitgeberverband sehr am Herzen. Unsere Be-triebe suchen stetig motivierte Nachwuchstalente. Mit unserer Initiative Werkstatt-Tage Plus ermöglichen wir den Schülerinnen und Schülern nicht nur praktisches Lernen außerhalb der Schule, sondern auch einen persönlichen Austausch mit den heimischen Ausbildungsbetrie-ben“, sagte Friedrich Avenarius, Geschäftsführer von Hessenmetall Rhein-Main-Taunus.
Die Wirtschaftsförderung Frankfurt ist Sponsor der „Werkstatt-Tage Plus“ und übernimmt die Kosten für eine Projektwoche. „Wir wollen unbedingt vermeiden, dass junge Menschen gar kein Praktikum absolvieren. Deshalb unterstützen wir dieses Projekt. Für den hiesigen Wirt-schafts- und Industriestandort ist das praxisnahe Aufzeigen der Ausbildungsmöglichkeiten essenziell, um den Nachwuchs von morgen zu gewinnen“, ergänzte Oliver Schwebel, Ge-schäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt.

Im Bildungswerk Frankfurt lernen Jugendliche heimische Ausbildungsbetriebe kennen
„Wir freuen uns sehr, dieses Projekt in unseren Räumlichkeiten anbieten und umsetzen zu können. Die Jugendlichen lernen nach all den Monaten im Distanz- und Wechselunterricht nun wieder ganz direkt und praktisch Berufsbilder in einem außerschulischen Rahmen ken-nen“, erklärte Carsten Rehbein, Regionalleiter des Bildungswerks der Hessischen Wirtschaft.
Viele Betriebspraktika fallen derzeit pandemiebedingt aus. „Glücklicherweise gibt es mit den Werkstatt-Tagen Plus eine innovative Praktikumsalternative für unsere Schülerinnen und Schüler. Nach den vielen digitalen Angeboten in den letzten Wochen, ist dieses Projekt für sie eine schöne und willkommene Abwechslung“, freute sich Christiane Köller, Konrektorin und Berufskoordinatorin der Anne-Frank-Schule.

Während der Werkstatt-Tage Plus stellen sich regionale Betriebe vor. So informierte Claus Bi-schoff, Ausbilder bei Continental in Rödelheim, über die Karrieremöglichkeiten: „Insbesondere in der aktuellen Zeit ist es uns wichtig, Schülerinnen und Schülern Perspektiven aufzuzeigen.
Dieses Angebot ist ein Gewinn für alle Beteiligten, denn es schafft persönliche Kontakte zwi-schen interessierten Jugendlichen und unserem Unternehmen. Die angehenden Auszubilden-den dürfen sich bei uns auf ein spannendes Umfeld und auf täglich neue Herausforderungen freuen.“

Weitere Projektwochen sind für das Schuljahr 2021/2022 geplant.

(Text: PM)

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