Bürger im Austausch mit Stadtverwaltung und Politik
Am vergangenen Dienstag fand ein erster Bürgerworkshop im Rahmen des Projektes ‚Klimaquartier Innenstadt-Nord‘ statt. Rund 40 Teilnehmende aus Bürgerschaft, Politik und Verwaltung tauschten sich zu den geplanten Maßnahmen und weiterführenden Ideen zum Klimaquartier aus. Ziel des Workshops war es, die Sichtweise der Bürgerinnen und Bürger kennenzulernen und in die weitere Entwicklung von Maßnahmen für das Projekt einzubeziehen.
„Im Fokus stehen für uns die Griesheimerinnen und Griesheimer. Sie sollen von dem Projekt profitieren; durch Unterstützung bei energetischen Sanierungsmaßnahmen, Beratung zu Klimaanpassungsmaßnahmen und auch, angesichts der Hitze im Sommer, durch Abkühlung im Quartier. Gleichzeitig brauchen wir auch die Unterstützung der Menschen. Nur gemeinsam können wir das Quartier lebenswerter und klimaangepasster gestalten.“, so der städtische Projektleiter und Klimaanpassungsmanager Lukas Reinelt.
Nach der Begrüßung der Teilnehmenden durch Bürgermeister Geza Krebs-Wetzl führte das Projektteam die Anwesenden in das Workshop-Thema ein. An vier Thementischen wurden geplante Maßnahmen im Rahmen des Projektes ‚Klimaquartier Innenstadt-Nord‘ erörtert. Es entstand ein reger Austausch zwischen den Teilnehmenden zu verschiedensten Themen von Begrünung der Straßenzüge über private Sanierungsmaßnahmen bis hin zu Herausforderungen für Verkehrsteilnehmer im Quartier.
„Wir sind begeistert von der hohen Motivation der Anwohnenden. Viele haben Interesse auch weiterhin im Projekt Klimaquartier mitzuarbeiten. Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen bei zukünftigen Beteiligungsformaten!“, schilderte Kai Schütz aus dem städtischen Projektteam.
Klimaquartier – Was ist das?
Die Stadt Griesheim hat sich mit dem Quartier „Innenstadt-Nord“ erfolgreich auf das Projekt Klimaquartiere der LandesEnergieAgentur (LEA) Hessen und des hessischen Umweltministeriums (HMLU) beworben. Dadurch erhält die Stadt im Rahmen des Projekts über 3 Jahre unentgeltlich Planungsleistungen, Unterstützung bei der Akquise von geeigneten Fördermitteln und der Umsetzung von Maßnahmen im Bereich Klimaanpassung und Klimaschutz (Schaffung von Stadtgrün, Entsieglung, PV-Beratung etc.). Auch die Unterstützung des externen Dienstleisters Infrastruktur&Umwelt, der die Beteiligungsveranstaltung mitgestaltet hat, ist in dieser Förderung inkludiert.
Das allgemeine Ziel des Projekts ist es, in dem Quartier „Innenstadt-Nord“ unter der Beteiligung der Bürgerschaft so viele Maßnahmen im Klimaschutz- und Klimaanpassungsbereich wie möglich umzusetzen. Ferner sollen in dem Quartier exemplarisch innovative Lösungen in diesen Bereichen identifiziert werden, die ggf. perspektivisch auf das gesamte Stadtgebiet übertragen werden können.
Die Grenzen des Quartiers „Innenstadt-Nord“ bildet im Norden die Sandgasse, im Osten die Friedrich-Ebert-Straße, südlich ist das Gebiet durch die Wilhelm-Leuschner-Straße abgegrenzt und westlich durch die Schöneweibergasse. Ausgewählt wurde dieses durch den hohen Handlungsdruck im Klimaschutz- und Klimaanpassungsbereich aber auch durch die zentrale Lage und die damit hohe Relevanz für ganz Griesheim.
(Text: PM Stadt Griesheim)