Katastrophenschutzübung in Bensheim optimal verlaufen

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Geübt wurden verschiedene realistische Szenarien und Schadensereignissen (wie Brände, durch ausgefallene Ampeln verursachte Verkehrsunfälle, Unterbringungen von Personen und ähnliches), die aus einem technischen Defekt des örtlichen Umspannwerkes mit anschließendem länger andauerndem Stromausfall in Bensheim und allen Ortsteilen resultierten. (Foto: Kreis Bergstraße)

Kein elektrisches Licht, keine Ampeln, kein Strom aus der Steckdose. Was wäre, wenn Bensheim und seine Ortsteile stundenlang ohne Strom blieben? – Eine solche Situation wurde am vergangenen Samstag bei einer Katastrophenschutzübung simuliert. Unter der Federführung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe der Abteilung Gefahrenabwehr des Kreises Bergstraße und der Stadt Bensheim kamen dabei rund 500 Teilnehmende zusammen. Geübt wurden verschiedene realistische Szenarien und Schadensereignissen (wie Brände, durch ausgefallene Ampeln verursachte Verkehrsunfälle, Unterbringungen von Personen und ähnliches), die aus einem technischen Defekt des örtlichen Umspannwerkes mit anschließendem länger andauerndem Stromausfall in Bensheim und allen Ortsteilen resultierten.

„Ziel der Übung war es, sich auf einen konkreten Notfall – hier eben einen längeren Stromausfall – vorzubereiten, Institutionsübergreifend die notwendigen Abläufe zu üben und Notfallstrukturen zu testen. Denn nur durch solche realistischen Übungen, wird klar, wo noch Schwachstellen im System sind“, so Landrat Christian Engelhardt, der der Übung vor Ort beiwohnte. Er resümierte anschließend: „Die Übung ist optimal verlaufen. Lediglich an kleineren Stellschrauben, unter anderem im Bereich der Kommunikation, muss noch justiert werden.“ Beeindruckt zeigte sich der Landrat von der großen Einsatzbereitschaft und Sachkunde aller (vorwiegend ehrenamtlich tätigen) Beteiligten. „Es ist nicht selbstverständlich, dass man seine Freizeit zum Wohle aller zur Verfügung stellt und daher möchte ich insbesondere den Ehrenamtlichen danken, die sich heute so zahlreich in die Katastrophenschutzübung eingebracht haben, aber die auch jederzeit, wenn ein echter Notfall geschieht, parat stehen und selbstlos helfen.“

Schutz der Bürgerinnen und Bürger oberste Priorität

Die Bensheimer Bürgermeisterin Christine Klein betonte vor Ort: „Der Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger hat für mich oberste Priorität. Ein gut organisierter Katastrophenschutz ist dabei unerlässlich, um im Ernstfall schnell und koordiniert reagieren zu können. Durch vorausschauende Planungen in den vergangenen Jahren sind wir bereits in Bensheim sehr gut aufgestellt. Das hat auch die heutige Übung gezeigt. Mein Dank gilt allen beteiligten Einsatzkräften sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt Bensheim und der Kreisverwaltung, die diese Übung durch eine hervorragende Vorbereitung ermöglicht haben. Wir arbeiten weiter intensiv daran, die notwendigen Strukturen zu stärken und die Bevölkerung für mögliche Krisensituationen zu sensibilisieren.“

Geübt wurden insgesamt 42 Szenarios. Neben dem Brand im Umspannwerk wurden unter anderem die Notstromversorgung der Feuerwehrhäuser hergestellt sowie Auffahrunfälle, wie sie aufgrund von ausgefallenen Ampeln zustande kommen, abgearbeitet. Zudem wurden Szenarien geübt, in denen es zu einem Ausfall der Trinkwasserversorgung, zu Engpässen bei der Benzinversorgung sowie der Löschwasserversorgung kam. Darüber hinaus wurden Einrichtung und Betrieb zur temporären Unterbringung von bis zu 50 Personen (Betreuungsplatz 50) inklusive der Versorgung mit Notheizgeräten sowie der Aufbau eines Behandlungsplatzes geprobt. Ebenso wurden beispielsweise Szenarien nachgestellt, in denen Personen aufgrund des Stromausfalls in Aufzügen steckenblieben und gerettet werden mussten.

Beteiligt waren folgende Institutionen:

Feuerwehr Bensheim mit allen Stadtteilen, Führungsstab der Feuerwehr Bensheim, Brandschutzaufsichtsdienst Kreis Bergstraße, Leitender Notarzt und Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, 1. Sanitätszug Kreis Bergstraße sowie 2. Betreuungszug Kreis Bergstraße, die Informations- und Kommunikations-Zentrale (IuK), Tetra Notstromersatzanlagen(NEA)-Einheit – Kreis Bergstraße (zuzüglich Polizei & Autorisierte Stelle (AS) Hessen), NEA-Einheit Strom – Kreis Bergstraße, THW Bensheim, verschiedene Einheiten des DRK, des Malteser Hilfsdienstes sowie der Johanniter Unfallhilfe, Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) Kreis Bergstraße, Kreiskrankenhaus Heppenheim, GGEW, e-netz Südhessen sowie der Führungsstab Kreis Bergstraße als Regie-Leitstelle und der Schiedsrichterdienst.

(Text: PM Kreis Bergstraße)