Wiesbaden erhält DIGITAL-Award 2024 für Online-Meldung am Wohnsitz

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(Symbolfoto: Pixabay)

Der Onlinedienst „Online-Meldung am Wohnsitz mit Videoident“ in Wiesbaden wurde mit dem DIGITAL-Award 2024 in der Kategorie „Städte und Gemeinden über 100.000 Einwohner:innen“ ausgezeichnet. Die Jury, darunter Bundes-CIO Dr. Markus Richter, würdigte den bundesweit einmaligen Onlinedienst. Er ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern eine vollständig digitale Wohnsitzanmeldung – sicher, nutzungsfreundlich und medienbruchfrei.

Zusätzlich zur Auszeichnung gibt es eine weitere erfreuliche Neuerung: Seit Anfang des Jahres kann auch die Wohnungsgeberbestätigung direkt im Prozess hochgeladen werden. Zuvor war es nur möglich, wenn die vermietende Person den Einzug online gemeldet hatte. Trotz der damaligen Einschränkung, wurde der Onlinedienst rund 1.400 Mal genutzt. Das integrierte Feedback-Modul zeigt, dass rund 81 Prozent der Nutzenden sehr zufrieden mit dem Service sind. Mit der Neuerung ist der Onlinedienst für alle Bürgerinnen und Bürger nutzbar – auch dann, wenn die Wohnungsgeberbestätigung in Papierform vorliegt.

“Services für die Bürgerinnen und Bürger müssen sich an ihren Bedürfnissen orientieren”

„Services für die Bürgerinnen und Bürger müssen sich an ihren Bedürfnissen orientieren. Mit der neuen Upload-Funktion für die Wohnungsbestätigung erleichtern wir die Anmeldung erheblich. Nun kann der Onlinedienst unabhängig davon genutzt werden, ob die Bestätigung in digitaler oder Papierform vorliegt“, sagt Maral Koohestanian, Dezernentin für Smart City, Europa und Ordnung der Stadt Wiesbaden.

Darüber hinaus steht ein weiterer Onlinedienst für die Wohnsitzmeldung mit der eID-Ausweisfunktion zur Verfügung. Dadurch ist die digitale Meldung für alle Bürgerinnen und Bürger möglich – unabhängig davon, ob sie EU-Staatsangehörige oder Nicht-EU-Staatsangehörige sind.

Der Onlinedienst wurde in Zusammenarbeit mit dem hessischen IT-Dienstleister ekom21 und WebID entwickelt. Das Video-Identifikationsverfahren ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern eine rechtssichere Anmeldung ihres Wohnsitzes per Videotelefonie und elektronischer Signatur.

Martin Kuban, Geschäftsführer der ekom21, freut sich über die Auszeichnung des Wiesbadener Onlinedienstes: „Digitalisierung bedeutet immer auch Verwaltungsmodernisierung. Der Nutzen liegt in diesem Fall aber nicht nur bei der Verwaltung, sondern ebenso bei den Bürgerinnen und Bürgern. Wiesbaden hat hier großartige Pionierarbeit geleistet.“

Auch Frank S. Jorga, Gründer und Co-CEO von WebID, betont die Relevanz der Lösung: „Wir wollen es den Bürgerinnen und Bürgern so einfach wie möglich machen. Dass unsere Videoidentifikation nun in der Verwaltungslandschaft immer mehr Anklang findet, zeigt, dass digitale Services längst kein Experiment mehr sind, sondern die Zukunft. Wir freuen uns diese gemeinsam weiter zu gestalten.“

Wichtiger Schritt zur Digitalisierung von Verwaltungsservices

Mit der Einführung des prämierten Onlinedienstes wurde ein wichtiger Schritt zur Digitalisierung von Verwaltungsservices gemacht. Gemeinsam mit ekom21 wird derzeit eine generische Schnittstelle entwickelt, die es ermöglicht, weitere digitale Verwaltungsdienstleistungen nahtlos mit alternativen Authentifizierungsverfahren zu verbinden.

„Mit der generischen Schnittstelle gehen wir den nächsten großen Schritt: weg von einzelnen Pilotprojekten hin zu einem flexiblen Angebot für die Authentifizierung, das sich voll und ganz nach den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger richtet“, erläutert Koohestanian. Die Stadt Wiesbaden setze damit ihre Strategie zur Modernisierung der Verwaltung konsequent fort. Die Auszeichnung mit dem DIGITAL-Award sei nicht nur eine Bestätigung der bisherigen Arbeit, sondern auch ein Ansporn für kommende Projekte.
„Eine zukunftsfähige Stadt denkt weiter – und zwar aus der Perspektive der Menschen, die ihre Services nutzen. Diese Auszeichnung zeigt uns, dass wir mit dem Fokus auf einfache, zugängliche Lösungen genau richtig liegen. Unser Ziel bleibt klar: eine Verwaltung, die für die Bürgerinnen und Bürger da ist – und nicht umgekehrt“, betont Koohestanian abschließend.

(Text: PM Landeshauptstadt Wiesbaden)