Magistrat beschließt Ausarbeitung einer Umsetzungsvariante für ein Bildungszentrum Darmstadt
Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung vom Mittwoch, 12. März, die Ausarbeitung einer konkreten Umsetzungsvariante für ein Bildungszentrum Darmstadt durch Stadtbibliothek, Volkshochschule, Bildungsmanagement und die Darmstädter Stadtentwicklungsgesellschaft (DSE) beschlossen. Basis dafür ist ein seit 2023 ausgearbeitetes Gesamtkonzept. Im Rahmen einer über Fördermittel finanzierten Organisationsuntersuchung soll dabei eine effiziente Organisationsstruktur sowie ein Geschäftsmodell erarbeitet werden und konkret geprüft werden, welche Synergieeffekte durch die Fusion von VHS und Stadtbibliothek gehoben werden können. Zur fachlichen Unterstützung wird ein externes Beratungsinstitut mit Hilfe bereits vorhandener Fördermittel beauftragt.
„Mit der Umsetzung eines Bildungszentrums wollen wir eine moderne Anlaufstelle mit einer hohen konsumfreien Aufenthaltsqualität und Nutzungsvielfalt schaffen, um verschiedene Zielgruppen anzusprechen und neue Nutzerinnen und Nutzer zu gewinnen“, erklärt dazu Oberbürgermeister Hanno Benz. „Kernelement des nun vorliegenden Konzepts ist dabei die Zusammenlegung von Stadtbibliothek und Volkshochschule zu einem Bildungszentrum, was die Entwicklung innovativer, zeitgemäßer Angebote ermöglicht. Dieses soll dabei einen erweiterten Bildungsbegriff umsetzen, der neben klassischen Lernformaten auch Raum für Information, Kultur, Mitgestaltung, Kreativität, Freizeit und zwischenmenschliche Begegnungen bietet.“
„Durch das zu erstellende Geschäftsmodell sollen neue und vorhandene Einnahmepotenziale, Zielgruppen sowie Möglichkeiten zur kooperativen Finanzierung des Bildungszentrums aufgezeigt werden“, erläutert dazu Stadtkämmerer André Schellenberg. „Ziel ist es, den Kostendeckungsbeitrag des Bildungszentrums im Vergleich zum Status Quo signifikant zu steigern.“
“Freude an Bildung und Begegnung fördern”
Und Bildungsdezernent Holger Klötzner ergänzt: „Dieser niedrigschwellig zugängliche ‚Dritte Ort‘ soll durch eine hohe Aufenthaltsqualität zum Verweilen einladen und Freude an Bildung und Begegnung fördern. Hierzu gilt es, die bestehenden Angebote von Stadtbibliothek und Volkshochschule geschickt zu verknüpfen, Synergien zu heben und gemeinsam neue Angebote und innovative, attraktive Lernformen zu etablieren und damit einen modernen, inspirierenden Bildungs- und Begegnungsort zu schaffen, der durch seine flexiblen Nutzungsmöglichkeiten, Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen hinsichtlich Lernen, Entdecken, Experimentieren, Austauschen, Lesen und Kreativ werden gleichermaßen anspricht.“
Im Rahmen des Ausarbeitungsprozesses wurden in 2024 mehrere Workshops mit der Projektgruppe, teilweise auch mit Mitarbeitenden aus beiden Einrichtungen und weiteren Akteuren der Stadtverwaltung, sowie Arbeitstermine mit unterschiedlicher Besetzung, durchgeführt. Das daraus entstandene inhaltlich-räumliche Konzept liegt nun vor und es ist ortsunabhängig konzipiert. Das Konzept enthält Aussagen zur inhaltlichen Ausrichtung, zu Formaten, zu Raum- und Ausstattungsbedarfen sowie einen Plan für die weitere Umsetzung.
Durch eine zentrale Lage in der Darmstädter Innenstadt soll das Bildungszentrum als Frequenzbringer fungieren. Das Raumprogramm und ein möglicher Standort des Bildungszentrums sollen nun in Zusammenarbeit mit der Darmstädter Stadtentwicklungsgesellschaft (DSE) entwickelt werden. Dazu sind Standorte zu prüfen, die eine Umsetzung des vorliegenden, ortsunabhängigen Konzeptes weitestgehend ermöglichen. Die bauliche Planung und Umsetzung des Projekts wird in Zusammenarbeit mit der DSE erfolgen.
(Text: PM Wissenschaftsstadt Darmstadt)