Der Landkreis Darmstadt-Dieburg intensiviert die Maßnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) und setzt verstärkt auf die Bejagung von Wildschweinen. Um die Seuche weiter einzudämmen, wird die Abschussprämie für Schwarzwild verdoppelt: Jägerinnen und Jäger erhalten nun 200 Euro pro erlegtem Wildschwein. Damit soll ein höherer Anreiz geschaffen werden, den Schwarzwildbestand nachhaltig zu reduzieren.
Jägerinnen und Jäger gefordert: Aktive Mithilfe bei der ASP-Bekämpfung
Bereits Mitte Februar hatte der Landkreis wichtige Schritte eingeleitet: Das Jagdverbot wurde innerhalb und außerhalb des Kerngebiets teilweise aufgehoben, um eine weitere Verbreitung der Seuche zu verhindern. Nun ruft der Landkreis die Jägerinnen und Jäger ausdrücklich dazu auf, sich aktiv an der Reduzierung des Schwarzwildbestandes zu beteiligen und damit einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der ASP zu leisten. Seitdem ist die Jagd auf Wildschweine in betroffenen Gebieten – darunter Erzhausen, Griesheim und Weiterstadt – wieder erlaubt. Zusätzlich wurde die Jagd auf Dam- und Rehwild in freigegebenen Gebieten unter Berücksichtigung der geltenden Jagdzeiten wieder möglich.
Schutzmaßnahmen durch feste Zäune
Die Errichtung fester Schutzzäune entlang der A5 und der B38 durch das Land Hessen hilft dabei, das Risiko einer weiteren Ausbreitung der ASP zu verringern. Ab dem 1. April können deshalb Jägerinnen und Jäger auch östlich der B38 sowie westlich der A5 in Alsbach-Hähnlein und Bickenbach und im südlichen Pfungstadt uneingeschränkt jagen. Eine Ausnahme bildet das Verbot der Bewegungsjagd in der Sperrzone II.
Aufhebung der Sperrzone III bringt Erleichterungen
Die Europäische Union hat die Aufhebung der Sperrzone III beschlossen, die der Landkreis nun umsetzt. Dies bringt erhebliche Erleichterungen für Schweinehalter in der Region, da zahlreiche Einschränkungen entfallen. Schweine können wieder nach den Regelungen der Sperrzone II vermarktet werden.
Die Außengrenzen der Sperrzonen I (Pufferzone) und II (infizierte Zone) bleiben bestehen. Der Erfolg der bisherigen Strategie zeigt sich auch darin, dass es keinen Eintrag der ASP in schweinehaltende Betriebe im Landkreis Darmstadt-Dieburg gab. Dies ist maßgeblich den Schweinehaltern zu verdanken, die konsequent Biosicherheitsmaßnahmen einhalten. Das Veterinäramt kontrolliert weiterhin die Einhaltung dieser Maßnahmen.
Auf der Website des Landkreises unter www.ladadi.de/asp ist die aktualisierte Allgemeinverfügung zur ASP veröffentlicht. Dort sind die aktuelle Gebietsfestlegung der Restriktionszonen sowie weitere Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung aufgeführt.
(Text: PM Landkreis Darmstadt-Dieburg)