Kommunales Job-Center Odenwaldkreis als kompetenter Ansprechpartner vertreten
Seit kurzem stehen Interessierten unter www.obit-online.de/tza hilfreiche Informationen und Links zum Thema Teilzeitausbildung kompakt aufbereitet zur Verfügung. Auf einen Blick können sich dort sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen über Möglichkeiten, Voraussetzungen und Abläufe dieses individuellen Ausbildungsmodells informieren.
In Zusammenarbeit mit dem Wirtschafts-Service der OREG mbH war das Kommunale Job-Center (KJC) des Odenwaldkreises maßgeblich an der Konzeption der Webseite beteiligt. Dabei halfen auch insbesondere die Erfahrungen und bereits bestehende Strukturen des Wirtschafts-Service der OREG. Neben der inhaltlichen Mitgestaltung brachte sich das KJC finanziell ein und nutzte hierfür Fördermittel aus dem Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales.
Das Kommunale Job-Center setzt sich bereits seit längerem für eine stärkere Wahrnehmung der Teilzeitausbildung ein, da dieser alternative Ausbildungsweg gerade für Kundinnen und Kunden des Job-Centers ein sinnvoller Schritt in Richtung einer langfristigen Beschäftigung sein kann. Vor allem, wenn beispielsweise gesundheitliche Probleme, die Pflege von Angehörigen oder die Betreuung kleiner Kinder eine Vollzeitausbildung nicht zulassen.
„Seit mehreren Jahren berate ich Interessierte zu der flexiblen Ausbildungsmöglichkeit. Dabei arbeite ich eng mit der Servicestelle Teilzeitausbildung des Bildungswerks der Hessischen Wirtschaft e. V. zusammen. Es hat sich gezeigt, dass vor allem für Jugendliche und junge Erwachsenen diese Form der Ausbildung die Chance auf einen vollwertigen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf und damit auf eine selbstbestimmte Zukunft sein kann. Leider wissen noch immer zu wenige Privatpersonen und Unternehmende von der Teilzeitausbildung und nutzen diese demnach zu selten. Jede Möglichkeit, eine stärkere Wahrnehmung zu schaffen, ist deshalb wichtig“, erklärt Julia Grünewald, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) im KJC.
Bei einer Ausbildung in Teilzeit wird die wöchentliche Arbeitszeit im Betrieb reduziert, maximal um 50 Prozent der Vollzeit-Stundenzahl. Die Gesamtdauer der Ausbildung verlängert sich entsprechend um die gekürzte Zeit, jedoch maximal auf 4,5 Jahre. Die Teilnahme am Berufsschulunterricht bleibt in der Regel gleich und findet in Vollzeit statt. Auch während einer bereits bestehenden Ausbildung gibt es die Möglichkeit, von einer Vollzeitausbildung in eine Teilzeitausbildung zu wechseln. Schwierige private Situationen lassen sich dadurch meistern, ohne dass die Ausbildung abgebrochen werden muss. Hierfür sind lediglich Offenheit, Kommunikation und Umsetzungsbereitschaft nötig. So bleibt den Auszubildenden die Chance auf einen Berufsabschluss erhalten und den Unternehmen gehen keine Auszubildenden und potenzielle, loyale Mitarbeitenden verloren – eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.
Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales.