Wiesbaden: Maßnahmen zur Verbesserung der Sauberkeit im Warmen Damm

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Parkanlage Warmer Damm mit Rückseite des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden im Frühjahr während der Baumblüte. (Foto: Tanzbär auf WikimediaCommons)

In den letzten Jahren wurde durch die Wiesbadener Bürgerschaft die Verschmutzung des Warmen Damms durch Kot von Wasservögeln wiederholt kritisiert. Neben einzelnen Brutpaaren der Nilgans werden die Flächen im Warmen Damm auch von mausernden Nilgänsen als Aufenthaltsraum während ihrer flugunfähigen Zeit genutzt. Eine Reinigung der Rasenflächen und der Kieswege von Gänsekot ist aus technischen Gründen nur sehr eingeschränkt umsetzbar.

Die Stadtverwaltung Wiesbaden startet jetzt mit den beschlossenen Maßnahmen. Dazu wurden, gemeinsam mit Experten der HGON, der hessischen Vogelschutzwarte und aus der Stadtverwaltung mit dem Ziel, die Anzahl der mausernden Nilgänse im Warmen Damm zu reduzieren. In und um Wiesbaden existieren mehrere Flächen die für die Mauserzeit der Gänse geeignet sind, so dass es genügend Ausweichflächen gibt.

In einem ersten Schritt wird dafür jetzt am Teichufer im Warmen Damm ein vorerst provisorischer Staketenzaun aufgebaut, der durch eine Plane die Sichtverbindung der Nilgänse zur Wasserfläche unterbinden soll. Diese Sichtverbindung und direkte Zugänglichkeit zur Wasserfläche wird von den Nilgänsen benötigt, um im Zeitraum ihrer Flugunfähigkeit während der Mauser eine Fluchtmöglichkeit zu haben.

Um das laufende Brutgeschäft und die Aufzucht anderer Wasservögel nicht zu stören, wird es an mehreren Stellen Durchlässe und Aufenthaltsbereiche für Wasservögel, Amphibien und Reptilien geben. Der Zaun soll vorerst bis Oktober 2024 vor Ort verbleiben. Die Wirksamkeit der Maßnahme wird im Herbst 2024 evaluiert. Fällt diese positiv aus, wird in Abstimmung mit dem Natur- und Artenschutz und dem Denkmalschutz eine dauerhafte Lösung entwickelt, die sich in die denkmalgeschützte Parkanlage integriert. Die Maßnahme wird durch das Grünflächenamt umgesetzt und durch das städtische Umweltamt fachlich begleitet.

(Text: PM Landeshauptstadt Wiesbaden)