Ökologischer Einsatz für Hanau

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Symbolbild Photovoltaik (Foto: JoseMalagonArenas auf Pixabay)

Photovoltaikanlage am Rodenbacher Weg Sieben Hektar große Pachtfläche

Der Magistrat der Stadt Hanau hat der Bauleitplanung für die Photovoltaikanlage am Rodenbacher Weg zugestimmt, am heutigen Montag, 27. Mai, entscheidet die Stadtverordnetenversammlung über die Vorlage. Bereits im Februar hatten die Gremien dem Pachtvertrag zwischen Stadt und Heraeus zugestimmt.

“Das ist ein positives Zeichen und klares Bekenntnis zum Standort des Hanauer Traditionsunternehmens Heraeus. Aus ökologischen und ökonomischen Gründen passt das Vorhaben, an dieser Stelle eine Photovoltaikanlage zu errichten, hervorragend. Denn die Stadt Hanau engagiert sich vielfältig, um klimaneutral zu werden, und das Gelände ist weder für Wohnbebauung noch als Gewerbefläche geeignet”, sagt Oberbürgermeister Claus Kaminsky.

Auf einer sieben Hektar großen Fläche am Rodenbacher Weg, die im Besitz der Stadt Hanau ist und an das Gelände der Firma Heraeus angrenzt, plant das Technologie- und Familienunternehmen einen wichtigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Dem Pachtvertrag für die Freifläche und der Aufstellung eines Bebauungsplans hatten Magistrat und Stadtverordnetenversammlung im Februar dieses Jahres zugestimmt.

Keine grundsätzlichen Bedenken

Zwischen 4. und 28. März fand die Beteiligung der Öffentlichkeit statt, mehr als 50 Behörden und Verbände wurden über das Vorhaben informiert, grundsätzliche Bedenken wurden nicht vorgebracht. Die Planung und Umsetzung des Projekts wurden in enger Abstimmung mit den Behörden vorgenommen, um eine effiziente und umweltbewusste Nutzung der Fläche zu gewährleisten. Als nächster Schritt wird der Bebauungsplan im Internet veröffentlicht und ist im Stadtplanungsamt öffentlich zugänglich.

Heraeus plant auf einer Freifläche am Rodenbacher Weg die Errichtung einer großen Photovoltaikanlage. Bereits im vergangenen Jahr hat Heraeus begonnen, alle geeigneten Dachflächen im Werk in Hanau mit Photovoltaikanlagen auszustatten. Zusammen mit der neuen Freiflächen-Anlage sollen ab kommendem Jahr rund neun Gigawattstunden Solarstrom jährlich erzeugt werden, was etwa einem Fünftel des gesamten Stromverbrauchs des Standorts im Jahr 2023 entspricht. Der erzeugte Strom wird direkt in den Heraeus-Standort eingespeist und verbraucht.

Heraeus bedient mit seinen Produkten zahlreiche Industrien und betreibt am Standort Hanau innovative Produktionsprozesse. Insbesondere die Verarbeitung und das Recycling von Edelmetallen sind energieintensiv. André Christl, Geschäftsführer der Edelmetallsparte Heraeus Precious Metals, ergänzt: “Die Photovoltaikanlage leistet einen wesentlichen Beitrag, unsere Emissionen zu reduzieren und damit unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Gleichzeitig können wir damit unsere Stromkosten deutlich senken.”

Der Entwurf des Bebauungsplans sieht vor, dass die Flächen am Rodenbacher Wegs als Photovoltaik-Freiflächenanlagen genutzt werden. Der südliche Teil entlang der Bahnschiene ist privilegiert und kann über ein Bauantragsverfahren genehmigt werden, für den nördlichen Teil ist ein Bauleitplanverfahren erforderlich. Der Bebauungsplan setzt für die Flächen ein “Sonstiges Sondergebiet” mit der Zweckbestimmung für eine Photovoltaik-Freiflächenanlage fest, der Weg bleibt für Fußgängerinnen und Fußgänger nutzbar, weitere Flächen werden als Ausgleichflächen bepflanzt. Laut Durchführungsvertrag übernimmt Heraeus die Planungs- und Entschließungskosten.

Mit den ersten Arbeiten auf dem Gelände wurde bereits begonnen, darunter Rodungen und notwendige Rückbauten. Baum- und Heckenpflanzungen sowie die Schaffung von Blühwiesen sollen die lokale Flora und Fauna erhalten. “Dieses Projekt steht für das gemeinsame Engagement, zukunftsfähige und nachhaltige Energieoptionen insbesondere auch für produzierende Unternehmen in Hanau zu schaffen”, so Oberbürgermeister Kaminsky.

(Text: PM Stadt Hanau)