Neuauflage der Notfall-Boxen in Wiesbaden vorgestellt

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Im Bild (v.l.): Dr. Volker Cihlar, Leitung Altenarbeit im Amt für Soziale Arbeit, Norbert Hagner, Sachgebietsleiter Rettungsdienst, Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, Christine Schmitt, Lions Club Wiesbaden Kurpark, Dagmar von Doemming, Präsidentin Lions Club Wiesbaden Kurpark, Dr. Rudolf Maune und Nicole Baltes, Lions Club Wiesbaden Kurpark. (Foto: Landeshauptstadt Wiesbaden)

Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende hat gemeinsam mit dem Lions Club Kurpark im Rathaus die Neuauflage der Notfall-Infoboxen vorgestellt.

Rettungskräfte, die zu medizinischen Notfällen gerufen werden, wissen nichts über Vorerkrankungen, Allergien oder Medikationen der Menschen, um die sie sich kümmern müssen. Das Abfragen dieser Informationen bei Betroffenen oder Angehörigen kostet Zeit und führt oft nicht zu zuverlässigen Ergebnissen. Abhilfe kann hier eine Notfall-Infobox schaffen, in der sich eine Notfallkarte mit allen wichtigen Informationen befindet und die aufgrund ihres Aufdrucks schnell zu finden ist.

Die Notfall-Infobox wurde in Wiesbaden bereits im Jahr 2018 vom Lions Club Kurpark in Abstimmung mit der Leitung der Wiesbadener Rettungsdienste und dem Amt für Soziale Arbeit eingeführt und kostenlos in der Stadt verteilt. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Gerd-Uwe Mende.

Erste Auflage vergriffen

Weil die erste Auflage längst vergriffen ist, hat der Lions Club Kurpark jetzt neue Boxen zur Verfügung. Die handlichen Plastikdosen lassen sich einfach wasserdicht verschließen und enthalten Notfallkarten mit wichtigen medizinischen und persönlichen Informationen. Die Notfall-Infoboxen gehören in den Kühlschrank, der auch in fremden Wohnungen schnell zu finden ist. Rettungskräfte werden durch Aufkleber an den Eingangstüren und am Kühlschrank selbst auf diese schnelle und zuverlässige Informationsmöglichkeit hingewiesen.

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende sagte: „Die Notfall-Infobox beinhaltet alle wichtigen persönlichen und medizinisch relevanten Daten. Diese Box können mit diesen Informationen im Notfall Leben retten. Ich finde diese Idee simpel aber großartig und hoffe, dass möglichst viele Wiesbadenerinnen und Wiesbadener sich zu Hause eine solche Box in den Kühlschrank stellen.“

Christine Schmitt, die das Projekt im Lions Club Kurpark zusammen mit weiteren Mitgliedern betreut, findet, dass die Notfall-Infoboxen in keinem Kühlschrank fehlen sollte: „Kommt es zu einem medizinischen Notfall, muss dann nicht hektisch nach Angaben zu eingenommenen Medikamenten oder Unverträglichkeiten gesucht werden. Rettungskräfte können auf sich mit den Informationen von der Notfallkarte besser um Erkrankte kümmern“.

Spenden zahlreicher Wiesbadener Firmen und Unternehmen

Ermöglicht wurde die Neuauflage durch die Spenden zahlreicher Wiesbadener Firmen und Unternehmen. Dagmar von Doemming, Präsidentin des Lions Clubs Kurpark freut sich über die großzügige Unterstützung: „Das Projekt ist bei den angesprochenen Firmen auf sehr positive Resonanz getroffen und die Spendenbereitschaft war groß. Deshalb können wir 5000 Notfallboxen kostenlos zur Verfügung stellen.“

Die Notfall-Infoboxen können bei vielen städtischen Stellen, etwa im Rathaus der Stadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, Empfang im Erdgeschoss sowie bei zahlreichen Apotheken der Stadt abgeholt werden. Genaue Informationen hierzu gibt es unter https://kurparkler.com/verteilstellen. Die Notfall-Infoboxen sind kostenlos, der Lions Club Kurpark freut sich aber natürlich über einen freiwilligen Obolus zur Finanzierung seiner gemeinnützigen Aktivitäten.

(Text: PM Landeshauptstadt Wiesbaden)