Trotz moderner Maschinen noch viel Handarbeit zur Qualitätssicherung

37
Patrick Beck (rechts), Teamleiter U25 im Kommunalen Job-Center, und seine Kollegen ließen sich von Volker Geyer (links), Produktionsleiter bei der HKL Gummi- und Metallbearbeitungs GmbH, die Produktionsabläufe im Unternehmen erklären.

Kommunales Job-Center besucht HKL Gummi- und Metallbearbeitungs GmbH

 

Patrick Beck (rechts), Teamleiter U25 im Kommunalen Job-Center, und seine Kollegen ließen sich von Volker Geyer (links), Produktionsleiter bei der HKL Gummi- und Metallbearbeitungs GmbH, die Produktionsabläufe im Unternehmen erklären.

Auf der einen Seite ist das Kommunale Job-Center (KJC) des Odenwaldkreises bestrebt, seine Kundinnen und Kunden in passende Arbeitsverhältnisse zu vermitteln, auf der anderen Seite suchen viele Betriebe aktuell nach Personal. Deshalb liegt es nah, persönlich darüber zu sprechen, welche Stellen in den Unternehmen zu besetzen sind, welche Voraussetzungen dafür benötigt werden und wie das KJC bei der Vermittlung seiner Kundschaft vorgeht. Dass dabei alle etwas lernen können, zeigte sich kürzlich beim Treffen von Mitarbeitenden des KJC mit Vertretern der HKL Gummi- und Metallbearbeitung GmbH. Am Unternehmensstandort in Erbach tauschte man sich über Beschäftigungsmöglichkeiten für Kundinnen und Kunden des KJC aus.

Über die verschiedenen Aufgabenbereiche des Unternehmens, welches zur LY-Holding GmbH gehört, hatte Volker Geyer, Produktionsleiter bei HKL, viel zu erzählen: „Rund 100 Mitarbeitende sind bei uns beschäftigt. Unser Kerngeschäft ist die Herstellung von Formteilen und Gummimetallverbindungen. Dabei haben wir uns auf Services rund um die Produktion und Entgratung von Gummikomponenten spezialisiert. Auch wenn viele unserer modernen Anlagen automatisiert arbeiten, sind wir gerade zur Qualitätsprüfung und -sicherung auf das geschulte Auge unserer Mitarbeitenden angewiesen. Nicht in allen Bereichen ist Digitalisierung der Schlüssel.“

Auch den Mitarbeitenden des Kommunalen Job-Centers fiel der Anteil an „Handarbeit“ im Produktionsprozess auf. „Für viele unserer Kundinnen und Kunden sind Arbeitsbereiche, in denen sie konkrete Aufgaben und damit auch Verantwortung übernehmen, wichtig. Das Gefühl der Wertschätzung spielt eine große Rolle dabei, den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu meistern und auch langfristig im Job zu bleiben“, so Cornelia Wind, Teamleiterin 50plus im Kommunalen Job-Center.

Im Hinblick auf die Mitarbeiterbindung sieht Jessica Martins Moura, Personalverantwortliche im Mutterunternehmen LY, dies ähnlich. So sei die Unternehmensgruppe immer bestrebt, eine positive Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Gearbeitet wird bei HKL beispielsweise im Drei-Schicht-System an fünf Tagen in der Woche. Von der Wochenendarbeit hatte man sich erst kürzlich verabschiedet. Mit der Umstellung seien die Arbeitszeiten so noch mitarbeiterfreundlicher geworden. „Zudem bieten wir im Bereich Qualitätssicherung, wo viele Frauen tätig sind, ein Gleitzeitmodell an. Dieses wird vor allem von Müttern gerne angenommen. Auch aus diesen Gründen haben wir nur eine sehr geringe Mitarbeiterfluktuation bei der HKL“, fügte Produktionsleiter Geyer hinzu. Um einem Fachkräftemangel im Unternehmen vorzubeugen, werden dennoch immer wieder neue Mitarbeitende und Auszubildende gesucht, die hinter dem Unternehmen und seinen Produkten stehen.

Bei der Suche nach passendem Personal kann unter anderem der Arbeitgeberservice des Kommunalen Job-Centers helfen. Carolin Schön ist hier Ansprechpartnerin und informierte beim Betriebsbesuch darüber, welche Möglichkeiten es gibt, sowohl die Kundinnen und Kunden des KJC als auch die Unternehmen, bei der Anbahnung von Arbeitsverhältnissen zu unterstützen.

Unternehmen, die im Rahmen einer Betriebsbesichtigung mit dem Kommunalen Job-Center ins Gespräch kommen möchten oder aktuell Arbeitskräfte suchen, können sich gerne bei Carolin Schön vom Arbeitgeberservice unter Telefon 06062 70-1426 oder per E-Mail an arbeitgeberservice@odenwaldkreis.de melden.