Frankfurt: Umsonstladen soll die Abfallvermeidung fördern

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(Symbolfoto: jackmac34 auf Pixabay)

Neuste erfolgreich umgesetzte Idee aus dem Zero Waste Lab

In Niederrad eröffnet ein neues Ladenlokal. Das Besondere daran: Hier wird nichts verkauft, sondern geteilt. Bezahlen muss niemand für die angebotenen Gegenstände. Ziel ist es, den Second-Hand-Gedanken zu stärken, Abfälle zu vermeiden und Menschen zusammenzubringen.

Finn Volpert und Judith Busse haben die Idee ins Zero Waste Lab, gesponsert und koordiniert von der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES), eingebracht und mit Unterstützung des Labs umgesetzt. Am Samstag, 13. April, eröffnet „Die Teilerei“ in der Triftstraße 34. Dort können Gegenstände, die nicht mehr gebraucht werden, abgegeben werden und – ohne Gegenleistung – andere Gegenstände mitgenommen werden. Im Vordergrund steht dabei das Prinzip des Teilens als eine zukunftsweisende Form des Konsums und der Abfallvermeidung. Was sonst im Abfall landen würde, wird so weiterverwendet.

Abfallvermeidungsstrategie lebt vom Engagement der Bürger*innen

Klima- und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig wünscht den beiden Impulsgeberinnen und -gebern viel Glück für die Neueröffnung: „Unsere Abfallvermeidungsstrategie lebt vom Engagement der Bürger*innen dieser Stadt. Wir bekommen mit der Teilerei hierfür nicht nur eine neue Anlaufstelle, sondern konnten auch beweisen, dass es sich auszahlt, eigene Ideen in das Zero Waste Lab einzubringen und an der Realisierung mitzuarbeiten.“

„Ressourcen schonen, Kreisläufe schließen und die Wiederverwendung fördern, all das sind Kernthemen von FES. Daher freut es mich umso mehr, dass diese Idee nun umgesetzt wird und wir als FES einen Teil dazu beigetragen haben. Wenn viele miteinander an einem Strang ziehen, lässt sich viel erreichen“, sagt FES-Geschäftsführer Benjamin Scheffler, der auch Schirmherr des Zero Waste Lab ist.

Das von der FES gemeinsam mit dem Umweltamt koordinierte Lab ist eine Denkfabrik, die Elemente von Bürger*innenbeteiligung und ehrenamtlichem Engagement mit einbezieht. Ziel ist es, Wege aus der Ressourcenverschwendung aufzuzeigen und die Stadt Frankfurt auf ihrem Weg zur Zero Waste City zu unterstützen.

Institutionelle Mitglieder des Labs sind die IHK Frankfurt am Main, die Goethe-Universität, die Frankfurt University of Applied Sciences, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, das Institut für sozialökologische Forschung, der Frankfurter Ernährungsrat sowie die Stadt Frankfurt, vertreten durch die Stabsstelle Sauberes Frankfurt und das Umweltamt, sowie die gemeinnützige Gesellschaft für Wiederverwendung und Recycling. Dazu kommen noch zivilgesellschaftliche Akteure aus der Zero-Waste-Szene Frankfurts.

Die Bandbreite der eingegangenen Vorschläge ist groß und reicht von hochwissenschaftlichen Eingaben bis hin zu bürgernahen Angeboten oder einfachen Finanzierungsanfragen. Ein Beirat von Expertinnen und Experten prüft die Vorschläge auf Umsetzbarkeit und Rentabilität, ihren Nutzen für die Umwelt sowie das Verbreitungspotenzial. Bei positiver Bewertung und nach einem Auftakt-Workshop wird zur Umsetzung ein Team gesucht. Im Team der Teilerei waren die Stiftung Polytechnische Gesellschaft sowie die IHK Frankfurt am Main vertreten.

Mehr zum Zero Waste Lab gibt es unter zerowaste-lab.de und zur Teilerei unter teilerei-ffm.de.

Die Teilerei in der Triftstraße 34 hat zu folgenden Zeiten geöffnet: Dienstags von 16 bis 20 Uhr, Donnerstags von 14 bis 18 Uhr, Samstags von 13 bis 17 Uhr.

(Text: PM Stadt Frankfurt)