Festnahme in Mörfelden-Walldorf: Bank vereitelt Betrug durch “falschen Polizeibeamten”

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(Symbolfoto: Pixabay)

Dank der vorbildlichen Reaktion einer Bank in Mörfelden-Walldorf ist es der Polizei gelungen, am gestrigen Dienstagnachmittag (2.) einen 58 Jahre alten Tatverdächtigen, der sich mutmaßlich als falscher Polizeibeamter ausgegeben hatte, vorläufig festzunehmen.

Der Festgenommene aus Mörfelden-Walldorf steht derzeit im Verdacht, den Versuch unternommen zu haben, das Hab und Gut eines 87-Jährigen zu entwenden. Im Vorfeld der Festnahme hatte der Senior einen betrügerischen Anruf mit der alt bekannten Masche erhalten, dass von der Polizei bei einer Diebesbande ein Zettel mit seiner Adresse gefunden wurde und er nun seine Wertgegenstände sicherheitshalber einem Beamten übergeben solle. Als der 87-Jährige daraufhin bei seiner Bank rund 13.000 Euro abheben wollte, wurde die Polizei alarmiert. Am zuvor vereinbarten Ort, an dem das Geld übergeben werden sollte, nahmen die Beamten dann den 58 Jahre alten Geldabholer fest. Die Ermittlungen zu den Hintergründen, seiner konkreten Tatbeteiligung und möglichen weiteren Komplizen dauern derzeit an. Der Festgenommene wird sich nun in einem Strafverfahren zu verantworten haben.

Im Zusammenhang des aktuellen Geschehens und weil zu erwarten ist, dass die dreisten Anrufe nicht aufhören, warnt die Polizei erneut eindringlich: “Geben Sie NIEMALS persönliche Daten oder Angaben zu Ihren Lebensverhältnissen preis. Machen Sie NIEMALS Angaben zu Wertsachen oder Vermögenswerten. Polizeibeamte fragen Sie nicht nach persönlichen Geldverstecken. Die Polizei stellt kein Bargeld oder sonstige Wertsachen vorsorglich sicher. Beenden Sie das Gespräch sofort. Reden Sie mit ihren Angehörigen und Freunden, verständigen Sie die örtliche Polizei oder wählen Sie den Polizeinotruf 110.”

(Text: PM PP Südhessen)