Dietzenbach: Geschwindigkeitsanpassung im Zuge des Radwegekonzepts

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Nachdem ein Schutzstreifen für Radfahrer entstanden ist und die zugehörigen Markierungsarbeiten fertiggestellt wurden, ist nun in der Lindenstraße auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung von erlaubten 30 Stundenkilometern (statt vorher 50 km/h) für den Verkehr angeordnet worden. (Foto: Kreisstadt Dietzenbach)

Abgeschlossener Abschnitt „Süd 1“ geht einher mit Tempo 30-Anordnung

In der Kreisstadt Dietzenbach ist das Radwegekonzept entlang der Landesstraße 3001 im vergangenen Herbst mit dem Abschnitt „Süd 1“ fortgesetzt worden. So wurde im Teilabschnitt zwischen der Jungfernwingertstraße und Götzenhainer Straße der Gehweg verschmälert und ein Schutzstreifen für Radfahrer hergestellt. Nachdem nun aufgrund der Witterungsverhältnisse in diesem Frühjahr die zugehörigen Markierungsarbeiten fertiggestellt werden konnten, ist nun in der Lindenstraße eine Geschwindigkeitsanpassung von erlaubten 30 Stundenkilometern (statt vorher 50 km/h) für den Verkehr angeordnet worden. Seit Mitte März ist diese per Beschilderung ausgewiesen. Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 gilt entlang der L3001 von der Jungfernwingertstraße bis zum Wappenkreisel an Frankfurter und Babenhäuser Straße in beiden Richtungen.

Die Maßnahme zur Geschwindigkeitsbegrenzung ist aus der bewerteten Gefahrensituation an dieser Stelle entstanden: „Entsprechend der Verkehrswende soll der öffentliche Verkehrsraum auch in unserer Stadt gerechter für alle Nutzungsarten aufgeteilt werden. Wir bitten trotz aller Maßnahmen auch weiterhin alle Verkehrsteilnehmenden um Achtsamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme. Die Beschränkung auf Tempo 30 entlang der Lindenstraße, unserer ‚Klagemauer‘, sowie der Kita-Einrichtung in der Brunnenstraße soll zur Sicherheit aller beitragen“, erläutert Dietzenbachs Bürgermeister Dr. Dieter Lang.

Er ergänzt eine weitere Grundlage für die Geschwindigkeitsanpassung: „Die Stadtverordnetenversammlung hat schon im vergangenen Jahr beschlossen, dass Dietzenbach der Initiative „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“ beitritt. Auch dem tragen wir mit der Maßnahme Rechnung. Wir fördern damit das Ziel eines nachhaltigen Mobilitätskonzepts und der Aufwertung des öffentlichen Raums mit Vorteilen wie größerer Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, einer Reduzierung der Verkehrslautstärke für die Anwohner, und bei gutem Verkehrsfluss kann auch die Luft sauberer werden“, so Lang. In dem deutschlandweiten Bündnis sind aktuell bereits mehr als 1.000 Städte, Gemeinden und Landkreise beteiligt und engagiert, um mehr innerstädtische Verkehrsbereiche auf Tempo 30 zu reduzieren und um unter anderem mit diesem Mittel für mehr lebenswerte, öffentliche Räume für lebendige, attraktive Städte zu sorgen.

Radverkehrsfreundlicher Ausbau der Nord-Süd-Hauptverkehrsader

Die Landesstraße 3001, die von Nord nach Süd durch die Kreisstadt Dietzenbach führt, ist bereits seit 2021 radverkehrsfreundlicher und sicherer für Menschen mit Einschränkungen aus- und umgebaut worden. Nach dem ersten Abschnitt „Nord“ ist im Jahr 2022 im Bereich „Mitte“ zwischen dem Knoten B459/L3001 bis südlich zum Wappenkreisel an der Babenhäuser Straße die vormals vierspurige Straße auf zwei Fahrspuren – pro Richtung eine – verschmälert worden, zugunsten von extrabreiten Radfahrstreifen. Zum Herbst folgte der Abschnitt „Süd 1“ zwischen Wappenkreisel und Götzenhainer Straße. Bei der Umgestaltung sind stets auch die Bedürfnisse von Menschen mit Einschränkungen im Blick; so wurden Bushaltestellen und die Übergänge der Fahrbahnen barrierefrei ausgebaut.

(Text: PM Kreissstadt Dietzenbach)