Asklepios Paulinen Klinik Wiesbaden: Aus Faszination wird Berufung

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Dr. David Timpert (Foto: Asklepios)

Dr. David Timpert ist neuer Chefarzt der Neurologischen Frührehabilitation Phase B der Asklepios Paulinen Klinik in Wiesbaden

Bei akuten neurologischen Notfällen wie Schlaganfällen, schweren Schädelhirntraumata oder anderen Verletzungen des Nervensystems muss es schnell gehen, um die Schäden so gering wie möglich zu halten. Genauso entscheidend ist die Behandlung im Anschluss. Sobald die Patienten stabil sind, werden sofort alle Maßnahmen für die Frührehabilitation eingeleitet. In dieser Phase leiden viele unter Sprech- und Schluckstörungen, Lähmungserscheinungen oder sind nicht bei Bewusstsein. In der Abteilung für Neurologische Frührehabilitation Phase B der Asklepios Paulinen Klinik in Wiesbaden, kümmert sich ein Team aus Experten unterschiedlicher Fachrichtungen um diese Patienten.

Im Februar 2024 hat Dr. David Timpert als Chefarzt die Leitung übernommen.
„Gerade im Bereich der Frührehabilitation ist es wichtig, dass alle Aspekte des Gesundheitszustands berücksichtig und die Patienten ganz individuell betrachtet werden. In unserer Abteilunge arbeiten daher viele Experten zusammen: Fachärzte, Pflegekräfte, Ergo- und Physiotherapeuten, Neuropsychologen, Logopäden, medizinisch-technisches Personal und Mitarbeiter des Sozialdienstes. Das Fachwissen von allen zusammenzubringen, um die bestmögliche Therapie für die Patienten aufzustellen, macht meinen Beruf so besonders“, erklärt Dr. Timpert.

Bereits während seines Studiums faszinierte ihn der Bereich Neurologie besonders. Nach seiner Approbation als Arzt, widmete er sich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Neurowissenschaften und Medizin in Jülich der Forschung. „Für mich war klar, dass ich diesen Bereich der Medizin nicht nur als Arzt ausüben, sondern so tief wie möglich in dieses Fachgebiet eintauchen wollte. Nach drei Jahren Forschungsarbeit konnte ich meine Assistenzarztzeit an der Poliklinik für Neurologie in Köln mit einem ganz anderen Blick beginnen und mein Wissen noch tiefgreifender erweitern“, sagt der Chefarzt.

Sein fundiertes Fachwissen hat er seitdem in vielen Weiterbildungen und Zusatzausbildungen intensiviert. Neben dem Facharzt für Neurologie besitzt er auch die Zusatzbezeichnungen Notfallmedizin und Intensivmedizin. Als Oberarzt mit Leitungsaufgaben an der Klinik für Neurologische Intensivmedizin und Frührehabilitation in Oldenburg, konnte er seine Erfahrungen weiter vertiefen und dabei unter anderem auch mit Patienten arbeiten, die im eigenen Zuhause beatmet wurden. „Weiterbildung ist in der Medizin das A und O. Gerade stehe ich kurz vor dem Abschluss zur Zusatzbezeichnung Palliativmedizin. Danach plane ich eine Weiterbildung im Bereich der Neurologischen Ultraschalldiagnostik mit dem Fokus auf Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung oder mehrfacher Behinderung.“

Von seinem Wissen profitieren nicht nur seine Patienten. Seine Expertise gibt er vor allem auch an seine Kollegen weiter. Er hat bereits mehrere fachliterarische Werke veröffentlicht und ist außerdem Ausbilder im Bereich der FFES-Methode, eine medizinische Untersuchungstechnik, bei der ein flexibles Endoskop durch die Nase eingeführt wird, um den Schluckvorgang direkt zu beobachten und zu beurteilen. „Die Medizin lebt vom Wissens- und Erfahrungsaustausch. Deshalb freue ich mich besonders darauf, mit vielen unterschiedlichen Experten in meiner Abteilung zusammenzuarbeiten. Gemeinsam werden wir für jeden Patienten individuell die beste Therapie erarbeiten und sie damit auf ihrem Weg zurück ins Leben begleiten“, so Dr. Timpert.

Vortrag

Mittwoch, 17. April, um 18.30 Uhr: „Neurologisch erkrankt – Hoffnung? – Immer!“
Dr. D. Timpert, Chefarzt Neurologische Frührehabilitation Phase B.
Die Vorträge finden im Elektivzentrum (EG Hauptgebäude – Haus B) statt (Geisenheimer Straße 10 in Wiesbaden).

(Text: PM LPR)