LaDaDi: Fortschritt bei der Planung des vierstreifigen Ausbaus der B45

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(Symbolfoto: EsbenS auf Pixabay)

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg informierte im Rahmen eines Abstimmungstermins über den aktuellen Fortschritt des Verkehrsinfrastrukturprojekts „vierstreifiger Ausbau der B45 zwischen Dieburg und Groß-Umstadt“. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem Land Hessen, dem Odenwaldkreis und den beteiligten Kommunen vorangetrieben.

Am 14. März fand der zweite Termin zur Umweltverträglichkeitsstudie im Landratsamt Darmstadt-Kranichstein statt. Teilgenommen haben die anerkannten Naturschutzverbände und die betroffenen Behörden. Durch das Planungsbüro wurden die Ergebnisse der Grundlagenermittlung für die Schutzgüter der Umweltverträglichkeitsstudie, wozu auch die im letzten Jahr durchgeführte floristisch-faunistische Kartierung für das Schutzgut Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt zählt, präsentiert. Im Anschluss wurden die Ergebnisse mit den Beteiligten diskutiert. Besonders hervorzuheben ist die Raumwiderstandskarte, die die Ergebnisse anschaulich darstellt und nun die Grundlage für die weiteren Planungsschritte darstellt. Durch Hessen Mobil und den Landkreis Darmstadt-Dieburg wurde in diesem Zusammenhang nochmals betont, dass sich das Projekt in einem ergebnisoffenen Prozess befindet und alle Optionen sorgfältig geprüft werden, um die bestmögliche Lösung für alle zu finden. Auch auf den Radverkehr entlang der B45 soll dabei ein besonderes Augenmerk gelegt werden.

Aufbauend auf den vorgestellten Ergebnissen arbeitet die Verkehrsanlagenplanung derzeit an der Ausarbeitung möglicher Varianten für die Knotenpunkte und den Straßenquerschnitt. Die immer wieder in der Öffentlichkeit diskutierte Dreistreifigkeit musste auf Grundlage erster Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung ausgeschlossen werden. Ralf Struif, der zuständige Fachdezernent von Hessen Mobil, erläuterte, dass bei einer Dreistreifigkeit insbesondere die Knotenpunkte auf Basis der vorhanden Zahlen nicht leistungsfähig sind. Auch lassen sich mit dieser Variante die Planungsziele des Bundes nicht ausreichend erfüllen. Diese sind unter anderem eine Beschleunigung des Verkehrsstroms entlang der B45 sowie eine Entlastung des untergeordneten Verkehrsnetzes der angrenzenden Städte und Gemeinden.

Die vorgestellten Ergebnisse haben bestätigt, dass der Ausbau der B45 nicht zu Lasten des bekannten EU-Vogelschutzgebietes nördlich der B45 gehen kann. Damit wäre auch ein etwaiges Naturschutzgebiet Forstwald zwischen der B26 und Groß-Umstadt nicht betroffen.
Für das Projekt war 2021 eine Planungsvereinbarung zwischen dem Land Hessen, dem Landkreis Darmstadt-Dieburg, den Kommunen Dieburg und Groß-Umstadt sowie dem Odenwaldkreis abgeschlossen worden. Die Koordination der Planung erfolgt federführend durch den Landkreis Darmstadt-Dieburg, der durch ein externes Ingenieurbüro umfassende Unterstützung in der Steuerung der Planungsprojekte erhält. Die Straßenbauverwaltung Hessen Mobil begleitet den Planungsprozess fachlich.

(Text: PM Landkreis Darmstadt-Dieburg)