Sprechstunden für Patienten mit Adipositas- und Reflux-Erkrankung an der Asklepios Paulinen Klinik in Wiesbaden

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Prof. Dr. Martin Hoffmann, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasivechirurgie an der Asklepios Paulinen Klinik in Wiesbaden (Foto: Asklepios)

Zeitschriftenartikel, Fernsehbeiträge und Social Media-Posts – heutzutage gibt es viele Möglichkeiten, sich über verschiedene Themen zu informieren und sich mit anderen auszutauschen. Doch dabei ist Vorsicht geboten. Denn neben hilfreichen Fakten, verbreiten sich schnell auch Falschinformationen und Unwahrheiten. Gerade in Bezug auf medizinische Themen kann das für Betroffene schwere Folgen haben.

Das weiß auch Prof. Dr. Martin Hoffmann, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasivechirurgie an der Asklepios Paulinen Klinik in Wiesbaden. „Es ist für uns erschreckend zu sehen, dass nach wie vor viele Fehlinformationen zu unterschiedlichen Krankheiten und deren Behandlungsmöglichkeiten kursieren. Beispielsweise geht es da um die Adipositas- und Reflux-Erkrankung. Die Patienten haben oft einen langen und schweren Leidensweg hinter sich und erhalten die Information, dass sie sich quasi mit ihrem Schicksal abfinden müssen, weil man nichts gegen die Krankheiten unternehmen kann. Aber das stimmt überhaupt nicht.“

Spezialsprechstunden, um die Symptome und die persönliche Krankheitsgeschichte im Detail zu besprechen

Für Betroffene gibt es an der Paulinen Klinik Spezialsprechstunden, um die Symptome und die persönliche Krankheitsgeschichte im Detail zu besprechen. Anders, als viele vermuten, werden die meisten Patienten bei diesen Krankheiten konservativ behandelt. „Mindestens zwei Drittel, wenn nicht sogar 75 Prozent unserer Patienten können wir mit Medikamenten und anderen Therapien helfen. Eine Operation wird nur durchgeführt, wenn nichts anderes anschlägt“, erklärt der Experte.

Am klinikeigenen zertifizierten Adipositaszentrum werden Patienten, die an krankhaftem Übergewicht leiden, behandelt und intensiv betreut. Die Therapie besteht dabei als erstes aus den fünf Säulen Medizin, Verhaltenstherapie, Ernährungsberatung, Bewegung und Selbsthilfe. Erst, wenn es dadurch zu keiner Verbesserung des Gesundheitszustands kommt, wird ein chirurgischer Eingriff in Betracht gezogen. „Es gibt verschiedene Operationsverfahren wie Schlauchmagen, Magenbypass oder den Mini Gastric Bypass, die wir alle am Zentrum durchführen. Früher war es aufwendig, diese Operationen bei der Krankenkasse zu beantragen, was viele Patienten dazu gebracht hat, sich im Ausland operieren zu lassen und danach auf sich allein gestellt waren. Mittlerweile ist die Kostenübernahme durch die Krankenkasse sehr häufig möglich ein Antrag auf Kostenübernahme ist nicht mehr notwendig. So können wir gleichzeitig auch die Nachsorge gewährleisten, die gerade bei solchen Eingriffen enorm wichtig ist“, sagt Prof. Hoffmann.

Richtige Aufklärung Schlüssel zum Erfolg

Die richtige Aufklärung ist auch bei der Reflux-Erkrankung der Schlüssel zum Erfolg. Die Patienten leiden dabei unter starkem Sodbrennen. Das saure Magensekret gelangt also in die Speiseröhre und kann dort zu entzündlichen Veränderungen und manchmal auch zu Tumorerkrankungen führen. „Die Krankheit ist sehr unangenehm und schränkt die Patienten in ihrer Lebensqualität ein. Umso wichtiger ist es, dass sie sich Hilfe und Unterstützung bei Experten suchen. Es gibt mittlerweile unterschiedliche konservative und operative Therapiemöglichkeiten, um die Beschwerden erfolgreich zu lindern“, erklärt der Chefarzt.

Weitere Informationen zu den Sprechstunden und Behandlungsmöglichkeiten bei Adipositas- oder Reflux-Erkrankung gibt es unter Tel. 0611/847-2432.

(Text: LPR)