Erwerbstätigkeit: Mehr geleistete Arbeitsstunden in allen hessischen Regionen im Jahr 2022

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(Symbolfoto: Janno Nivergall auf Pixabay)

Im Jahr 2022 haben hessische Erwerbstätige 2,6 Prozent mehr Arbeitsstunden geleistet als im Vorjahr. Die Anzahl der Arbeitsstunden je erwerbstätiger Person stieg in sämtlichen hessischen kreisfreien Städten und Landkreisen. Pro Kopf arbeiteten erwerbstätige Personen in Hessen durchschnittlich 1 362 Stunden und damit 16 Stunden mehr als im Vorjahr (plus 1,2 Prozent).

Im Jahr 2022 hat das Arbeitsvolumen – also die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden aller erwerbstätigen Personen – landesweit in allen Regionen Hessens gegenüber 2021 zugenommen. Es stieg durchschnittlich um 2,6 Prozent. Wie das Hessische Statistische Landesamt nach Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung der Länder“ (AK ETR) mitteilt, verzeichnete der Landkreis Offenbach mit 5,0 Prozent den größten Zuwachs. Die geringste Zunahme verbuchte der Landkreis Kassel mit 0,5 Prozent.

Arbeitsstunden pro Kopf stiegen durchschnittlich um 1,2 Prozent

Genau wie die Arbeitsstunden insgesamt erhöhte sich auch die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden je erwerbstätiger Person in allen hessischen kreisfreien Städten und Landkreisen. Das Arbeitsvolumen je erwerbstätiger Person stieg dabei hessenweit durchschnittlich um 1,2 Prozent, wobei die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main mit 2,2 Prozent den größten und der Landkreis Marburg-Biedenkopf sowie der Schwalm-Eder-Kreis mit 0,3 Prozent die geringsten Zuwächse verzeichneten.

Der im Vergleich zur Erwerbstätigenzahl (plus 1,3 Prozent) stärkere Anstieg der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden im Jahr 2022 ist Folge des noch andauernden, aus der Corona-Pandemie resultierenden, Aufholprozesses: Der massive Einsatz von Kurzarbeit im Jahr 2020 hatte zu einem erheblichen Ausfall an geleisteten Arbeitsstunden geführt (minus 5,2 Prozent gegenüber 2019), der im Jahr 2021 noch nicht vollständig kompensiert worden war (plus 2,8 Prozent gegenüber 2020).

Die Entwicklung der Erwerbstätigenzahl hatte sich in den Pandemiejahren dagegen relativ robust gezeigt, da hier der Gebrauch von Kurzarbeit eine dämpfende Wirkung auf den Rückgang der Erwerbstätigenzahl erzielt hatte. Nach einem Rückgang im Jahr 2020 von 0,8 Prozent gegenüber 2019 hatte sich der hessische Arbeitsmarkt zunehmend stabilisiert. So war im Jahr 2021 ein leichter Anstieg der Erwerbstätigenzahl von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erreicht worden, während im Jahr 2022 ein Zuwachs von 1,3 Prozent gegenüber 2021 verzeichnet worden war.

Im Vergleich zum Jahr 2019 – dem entsprechenden Vergleichszeitraum vor Beginn der Corona-Pandemie – war die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden im Jahr 2022 in 17 von 26 hessischen Regionen geringer. Bei der Zahl der Erwerbstätigen war das nur in 11 von 26 hessischen Regionen der Fall.

Vollzeitäquivalente erhöhten sich in fast allen hessischen Regionen

Die Anzahl der Vollzeitäquivalente erhöhte sich im Jahr 2022 gegenüber 2021 in 23 von 26 hessischen Regionen. Die größte positive Veränderung mit einem Plus von 3,3 Prozent erzielte der Landkreis Offenbach, den größten Rückgang mit minus 0,5 Prozent verzeichnete der Landkreis Kassel.

Die Anzahl der Vollzeitäquivalente je 100 erwerbstätiger Personen nahm im Vorjahresvergleich leicht ab: Während in Hessen im Jahr 2022 auf 100 Erwerbstätige 85,2 Vollzeitäquivalente kamen, waren es im Jahr zuvor noch 85,5 gewesen. Diese Entwicklung ist insbesondere auf den Anstieg der Teilzeitquote zurückzuführen.

Im Vergleich zum Jahr 2019 – dem entsprechenden Vergleichszeitraum vor Beginn der Corona-Pandemie – stieg die Anzahl der Vollzeitäquivalente im Jahr 2022 in 19 von 26 Regionen. Die Anzahl der Vollzeitäquivalente je 100 erwerbstätiger Personen nahm in 21 hessischen Landkreisen und kreisfreien Städten gegenüber 2019 zu.

(Text: PM Hessisches Statistisches Landesamt)