Präventionsmaßnahmen der Frankfurter Polizei im Bereich Dornbusch

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(Symbolfoto: Markus Spiske auf Unsplash)

Am am gestrigen Dienstag (6.) führten Beamte der Polizei Frankfurt unter Leitung des Bereiches Verkehrserziehung und -aufklärung an den Haltestellen “Fritz-Tarnow-Straße” und “Dornbusch” umfangreiche Präventionsmaßnahmen durch. Dabei kam es insbesondere an einem polizeilichen Informationsstand zu einer Vielzahl von Bürgergesprächen. Ziel der Maßnahmen waren das Bewusstmachen und Wachrütteln für mögliche Gefahren, die sich speziell an U-Bahn-Haltestellen ergeben können, wie sich leider erst jüngst zeigte.

Der Blick auf die Unfallstatistik macht deutlich, dass sich im Jahr 2022 im Stadtgebiet 196 Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Schienenfahrzeugen ereigneten. Besonders tragisch ist die Tatsache, dass im Zeitraum des letzten Jahres (inklusive Januar 2024) vier schwere Verkehrsunfälle im Bereich der Haltestelle Dornbusch mit zum Teil tödlichen Ausgang erfolgten.

Um diesen Zahlen entgegen zu wirken, wurden die heutigen Maßnahmen durchgeführt. Sowohl an dem Informationsstand, als auch in zahlreichen Gesprächen direkt an den Haltestellen, machten die eingesetzten Beamten auf mögliche Gefahren aufmerksam. Nach polizeilicher Einschätzung spielt dabei besonders die Nutzung des Smartphones an Bahnübergängen oder von Kopfhörern und die damit verbundene Ablenkung eine große Rolle. Weiterhin unterschätzen viele Menschen den langen Bremsweg einer U-Bahn und versuchen unter Umständen noch schnell den Gleisbereich zu überqueren.

Da die beschriebenen Medien vor allem Jugendliche nutzen, war es der Polizei ein wichtiges Anliegen, die Örtlichkeit “Fritz-Tarnow-Straße” aufzusuchen, die Dreh- und Angelpunkt für mindestens 5 ansässige Schulen ist. Denn Prävention beginnt schon bei den Jüngsten.

Während der Maßnahmen zeigte sich jedoch auch, dass obwohl Polizeibeamte an unterschiedlichen Enden einer U-Bahnstation standen, diverse Bürger ohne von ihnen Notiz zu nehmen, die Straße / den Bahnübergang trotz rot zeigender Ampel überquerten.

Der Einsatz wurde auch medial und durch die bekannten polizeilichen Social-Media-Kanäle begleitet. Dadurch aufmerksam geworden, kamen einige Bürger zu dem aufgebauten Informationsstand. Die Anwohner bewegten die Vorfälle aus der Vergangenheit. Die Maßnahmen stießen insgesamt auf ein hohes Maß an Verständnis und Zuspruch.

Im Zeitraum von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr kam es bei den Präventionsmaßnahmen insgesamt zu 358 Bürgergesprächen. 87 mündliche Verwarnungen wurden aufgrund von Rotlichtverstößen ausgesprochen.

Aufgrund der positiven Resonanz vieler Anwohner sowie der erzielten Aufmerksamkeit an den Haltestellen und im Straßenverkehr, kann von polizeilicher Seite ein sehr positives Fazit gezogen werden. Die Frankfurter Polizei wird ihre präventiven Maßnahmen fortführen, um die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen.

(Text: PM PP Frankfurt)