Hausfrauensitzung der Sportfreunde Rodgau

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Traditionell hatten die Organisatorinnen Selina Beavers, Moni Haase, Gabi Ott-Beavers, Carina Werner und Katja Schüler alle Rodgauerinnen zu einem fastnachtlichen Frauenabend in die Sportfabrik geladen. In der seit langem ausverkauften Halle eröffneten die Proseccos mit mottogerechten Italo-Liedern das Programm.

Sodann wurde es heiß auf der Bühne: Die Jumping Chicks (Leitung: Rebekka Kratz, Kathi Schnorrbusch) heizten den Saal mit glitzernden Kostümen und funkelnden Lichtern an ihren Trampolinen ein. Energetisch und laut spielte sich die Guggemusik (Leitung: Silke Seum) in die Trommelfelle und Herzen der Zuschauer. Anschließend enterten die Black Pearls (Leitung:Steffi Helmer) mit akrobatischen und tänzerischen Höchstleistungen die Bühne.
Prinzessin Denise hielt die ausgelassene Hausfrauenstimmung mit einem großen Smartphone-Selfie fest, bevor die erste Premiere des Abends begann: Die erst 15-jährige Janina Kuner sprach in ihrem Solovortrag genau das aus, was sich Schüler heute wie damals denken, aber nicht laut sagen: Warum muss der Lehrer mit auf Klassenfahrt gehen? Warum geht die Reise nicht nach Italien, sondern an den “Arsch der Welt”?

Nachdem jeder an seine eigene Schulzeit zurückgedacht und sich ein bisschen besser verstanden gefühlt hatte, kündigte sich schon das zweite Debüt auf der Hausfrauensitzung an: Die Gruppe Department of Dance (Leitung: Nicole Meusel) bewies eindrucksvoll, dass Tanzen nicht nur etwas für U-30er ist. Anmutig und leichtfüßig zeigten sie ausdrucksstarke Formationen und begeisterten mit ihrer Synchronität.

Vor der Pause verfolgten die bereits etablierten Söhne Rodgau ein ambitioniertes Ziel: Die goldene Meile vollmachen. Das bedeutet: 7 Jungs trinken in 7 Stunden 7 Biere in 7 Kneipen. Dabei benötigten sie schon zu Beginn ein Navi, um die Jügesheimer Lokalitäten zu finden. Doch sie nahmen auf dem Weg so viele gewitzte und gesangsreiche Abzweigungen, dass ihre Mission bis zur Pur-Zugabe völlig in Vergessenheit geriet. Bei “Lena, Du hast es oft nicht leicht” saß niemand mehr auf seinem Platz.

Auch nach der Pause ging die Party auf den Tischen tanzend weiter. Bei der großen Prosecco-Show (Leitung: Gabi Ott-Beavers, Katja Schüler) “Du hast uns grad noch gefehlt” grölte der ganze Saal mit. Songs wie “Daylight in your eyes”, “Männer sind Schweine” und “I love Rock’n’Roll” kurbelten die Stimmung weiter an. Verwirrung gab es nur, weil nicht allen in der Prosecco-Jury klar war, warum die Sänger eine Runde weiterkamen: “Aber die sind doch gar keine Runde gelaufen!”

Was fürs Auge gab es bei der dritten Premiere des Abends: Die “Konterschwung”-Seemänner (Leitung: Nina Seum, Steffi Helmer) glänzten nicht nur mit Hüftschwung und Taktgefühl, sondern auch mit Spagat und Hebefigur. Ohne Zugabe ließ sie das Publikum nicht von der Bühne gehen.

Obwohl Liebe eigentlich warmhalten sollte, klagte Rednerin Gerlinde Rücker-Lindner über kalte Füße im Ehebett. Während ihr Mann seelenruhig schläft, muss sie frieren – weil männliche Beine besser durchblutet sind: “Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich net doch was Besseres findet.”

Heiß wurde es danach wieder mit der Piratengarde ((Leitung:Nina Seum). Seit elf Jahren wirbeln die Gardemädscher bereits über die Bühne – und werden von Jahr zu Jahr höher in ihrem Beinschwung, gelenkiger in ihrem Spagat und vor allem schöner in ihrem Lächeln.
Dass Pferde nicht für alle Mädchen ein Grund zur Freude sind, erläuterten Renate Weimer und Doris Österreicher in ihrem Zwiegespräch. Wobei die Jockeys dennoch eine Augenweide sind, wie sie feststellten.

Kurz vorm Finale bravourierte die zweite Männertanzgruppe des Abends. Als Wikinger zogen “Taktlos” (Leitung: Nadine Dorschner, Liesa Lo Schiavo, Jutta Podroschko) nicht nur an ihren Tauen, sondern sprangen sogar Seil damit. Den krönenden Abschluss der Hausfrauensitzung besangen die Proseccos gemeinsam mit allen Aktiven und allen Frauen im Saal. Dabei wurden sie von der Musikkapelle “Kurorchester” unter der Leitung von Christian Massoth begleitet, die die Sitzung insgesamt hervorragend begleiteten.

Der Abend stand sinnbildlich dafür, wie bunt die Fastnacht bei den Sportfreunden ist: In vier Stunden hielten sowohl eine 15-Jährige als auch eine 65-Jährige einen Vortrag. Es tanzten sowohl 18-jährige Mädchen und Jungs, als auch 45-jährige Frauen. Die seit elf Jahren bestehende Gruppe präsentierte sich neben der neugegründeten. Ob alt oder jung, erfahren oder unerfahren – eins hatten sie alle gemeinsam: Spaß an der Fastnacht.
Das zeigte sich dann auch bei der spontanen After-Show-Party, die bis tief in die Nacht ging.

(Text: PM Sportfreunde Rodgau)