Neu-Anspach/Limburg: Geldübergabe nach Schockanruf verhindert

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Symbolbild Telefonat (Foto: Pixabay)

Am Dienstag (30.) konnte in Limburg eine Geldübergabe nach einem Schockanruf gerade noch verhindert werden.

Eine 62-jährige Neu-Anspacherin hatte einen Anruf erhalten, in dem Betrüger vorgaukelten, dass die Mutter der Angerufenen einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Unter Schock ging die Frau auf die Forderungen der angeblichen Polizei/ Staatsanwaltschaft ein und fuhr zu ihrer Hausbank, um dort Bargeld abzuheben. Auch ein Aufklärungsgespräch der Bankangestellten zum Enkeltrick beirrte die schockierte Frau nicht und sie ließ sich das Geld aushändigen. Mit über 10.000 Euro im Gepäck ließ sich die 62-Jährige per Taxi nach Limburg fahren, wo das Geld übergeben werden sollte. Auf dem Weg kam es zum Glück zu einem telefonischen Kontakt mit dem Ehemann, der die Frau von dem Betrugsversuch überzeugen konnte. Die Taxifahrerin verständigte die Polizei und fuhr die Betrogene nicht zum Übergabeort, sondern direkt zur Polizeistation. Dort kümmerte sich die Kriminalpolizei um alles Weitere, wobei die Täter nicht festgenommen werden konnten, da sie nicht am Übergabeort erschienen sind.

Die Varianten dieser Art des Schockanrufes sind vielfältig. Die Anrufer geben sich als Verwandte, ehemalige Arbeitskollegen oder wie hier Organe der Rechtspflege aus und erreichen durch geschickte Gesprächsführung, dass die Angerufenen ihnen Glauben schenken. Die Polizei rät: “Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Geben Sie Betrügern keine Chance und legen Sie einfach den Hörer auf. Nur so werden Sie die Betrüger los. Das ist keinesfalls unhöflich! In keinem Fall sollten Sie sich zu übereilten Geldübergaben überreden lassen. In den meisten Fällen wird eine Rückversicherung bei den tatsächlichen Verwandten, Freunden oder Arbeitskollegen Klarheit bringen. Geben Sie diese Hinweise an ältere Menschen, an Ihre Eltern und Großeltern weiter. Je mehr Menschen über die Maschen aufgeklärt werden, umso schwieriger haben es die Täter! Im Zweifel rufen Sie bei Ihrer Polizei an, wir helfen gerne.”

(Text: PM PP Westhessen)