Frankfurt: Polizei warnt vor neuer Phishing-Methode

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(Symbolfoto: Fleimax auf Pixabay)

Kriminelle nutzen gefälschte SMS, um Zugangsdaten zu stehlen

Die Bedrohung durch Smishing, einer raffinierten Form des Phishings per SMS, mit der Kriminelle neue Wege finden, ahnungslose Verbraucher zu täuschen und sensible Informationen zu ergaunern, nimmt zu.

So auch in der jüngsten Vergangenheit, als einem 64-jährigen Frankfurter durch die Betrugsmasche ein mittlerer fünfstelliger Geldbetrag von seinem Bankkonto abgehoben wurde.

Zum Zeitpunkt der Aufdeckung des Betrugs waren die Täter mit dem Geld bereits in der Anonymität untergetaucht.

Doch wie funktioniert das “Smishing”?

Mittels Spoofing (technische Veränderung der angezeigten Rufnummer) versenden die Täter per Zufallsprinzip betrügerische SMS, die angeblich von Banken stammen.

Diese Nachrichten suggerieren vermeintliche Neuerungen oder Probleme im Zusammenhang mit dem Online-Banking und enthalten Links zu Websites, die den Eindruck einer offiziellen Bankenseite erwecken.

Die Kriminellen verfolgen dabei unterschiedliche Ziele, unter anderem das Abfangen von Zugangsdaten zu Online-Konten.

Durch die Tarnung mittels vermeintlich seriöser Kommunikation von Banken zielen sie darauf ab, das Vertrauen der Empfänger zu gewinnen und sie zur Preisgabe sensibler Informationen zu verleiten.

Das besonders arglistige bei der Betrugsmasche ist, dass die Täter häufig Internetadressen verwenden, die den Namen der genannten Banken enthalten oder diesen ähneln.

Es ist wichtig zu betonen, dass die bloße Nennung des Banknamens in der URL keinerlei Garantie dafür bietet, dass es sich um eine legitime Webseite handelt.

Verhaltenstipps

Die Verbraucher werden eindringlich dazu aufgerufen, äußerst wachsam zu sein, wenn sie verdächtige SMS erhalten, die vorgeben, von ihrer Bank zu stammen.

Es wird dringend empfohlen, keine Links in solchen Nachrichten anzuklicken und keinesfalls persönliche oder vertrauliche Informationen, wie ihre PIN oder Barcode zur Installation ihrer Bank-App preiszugeben. Ihre Bank würde sie niemals nach diesen sensiblen Informationen fragen.

Sollten Sie Opfer dieser Betrugsmaschen geworden sein, sind folgende Schritte dringend zu unternehmen:

– Erstatten Sie Strafanzeige über die Onlinewache oder bei jeder Polizeidienststelle.
– Bei der Aufforderung, persönliche Daten preiszugeben, sollten Sie grundsätzlich misstrauisch werden.
– Rufen Sie unbedingt bei Ihrer Bank an!

(Text: PM PP Frankfurt)