Dschungelschönheiten in Nieder-Roden

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Farbenfroh ging es im Dschungel beim Kreppelkaffee zu. (Foto: ah)

Kreppelkaffee glänzt mit buntem Programm

Die Nieder-Röder Kreppelfrauen gehen bei ihrem Kreppelkaffee gerne auf die Reise und diesmal war der Dschungel das Ziel. Wie immer gab es eine geheimnisvolle Eröffnung, bevor sich der Vorhang lichtet, das grandiose Bühnenbild von Yvonne Rebmann zum Vorschein kam und die Garde samt Präsidentin und Elferrat einzog.

Statt der sonst vierköpfigen Kreppelgarde, warfen diesmal zwei Funkenmariechen ihre Beine in die Luft: Daniela Piplak und Anja Werner – beides erfahrene Gardetänzerinnen. Rund um die Präsidentin Nathalie Sander, die Königin des Dschungels, präsentieren sich die Damen des Elferrates als Dschungelschönheiten. Erstmals in diesem Jahr waren Andrea Färber, Bettina Meints-Korinth und Patricia Wörner (verantwortlich für die Saaldekoration) dabei. Bei ihrem Protokoll ließ Alisa Rebmann-Müller wieder mit gekonnt spitzer Feder die zahlreichen Ereignisse des letzte Jahres Revue passieren. Die Lacher auf ihrer Seite hatte Helene Wenger bei ihrem Bericht, wie man mit 1,54 m den Führerschein Klasse 1 a für ganz große Motorräder macht und wie man mit den Tücken der Bekleidungswahl, der Frisur und der fehlenden Beinlänge zurechtkommt. Mit der Tanzgruppe „Glücksbärchis“ ging es weiter. Sie entführen die Zuschauerinnen in den Dschungel Südamerikas, ins Reich der Maya und Inkas. Bei den Dollbohrern hießt es dieses Jahr: „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“. Jedoch fand das Dschungelcamp (oder besser Kreppelcamp) aufgrund von Sparmaßnahmen nicht in Australien, sondern im schönen Rodgau statt. Aber auch hier gibt es entsprechend spektakuläre Prüfungen, denen sich die drei mehr oder weniger prominenten Kandidaten stellen mussten. Tapfer bewältigten sie die Aufgaben. So musste ein großer Kreppel mit „aler Worscht un Handkäs“ gegessen werden, aber als es darum ging, dass „Sääändie“ nach Dudenhofen gehen sollte, verweigerte sie die Prüfung. Das sei einfach zu krass. Bei Laura Rau und Daniela Felgenhauer ging es um den Umzug in die erste gemeinsame Wohnung. Stimmgewaltig wieder die „KreppelWOIces“ Alisa Rebmann-Müller, Melanie Wörner-Förtig sangen über ein Thema, das jede Frau betrifft: Das mittlere Alter und die Veränderungen, die es mit sich bringt, nach dem Motto: Früher war einiges leichter. Nach der Pause brachten der ZGH (Zsamme gewürfelter Haufe) mit ihrem Musikquiz „Leze Musigg bläi“ (auf Hochdeutsch: Let the music play) das weibliche Publikum gleich wieder kräftig in Hochstimmung. Auch das Publikum durfte mitraten, was es auch eifrig tat und oft richtig lag. Gekonnt wieder die Büttenreden von Britta Kockmann, dem Kölsche Mädchen. Sie berichtet vom Fachkräftemangel und der etwas weltfremden Arbeitsmoral von „de jungen Lück‘. Ebenso Elke Spahn, bei der es diesmal um das Weihnachtsfest ging. Wie sagte schon Carl Valentin: Wenn die besinnliche Zeit vorbei ist, wird’s wieder ruhiger. Ein halb abgebrannter Weihnachtsbaum war die Krönung dieser „besinnlichen“ Zeit.

Eine Augenweide waren die „Kreppelmädels“. Leuchtende Schmetterlinge aus dem Dschungel flatterten mit ihren wunderschönen Flügel zu Phil Collins‘ Hit „Dir gehört mein Herz“ (Tarzan) über die Bühne. Doch ein Schmetterlingsleben weilt nicht lange, und so wurden die Flügel bald abgeworfen und es weiter ging es zum aktuellen Hit des neuen Barbie Films „Dance the night“ von Dua Lipa.

Einen festen Platz im Programm haben auch „Magreda unn Sannsche“ (Anja Werner und Bettina Hartmann). Wie gewohnt mit mäßiger Intelligenz bestückt, sind sie diesmal in einem Kosmetikstudio, um sich zu verschönern, wobei Magreda bezweifelte, dass es bei Sannsche überhaupt möglich sei.

Durchs Finale führen Daniela Piplak und Melanie Wörner-Förtig als Affe und Papagei und auf der Bühne fand sich alles ein, was einem im dichten Dschungel begegnen kann: Indiana Jones, Moskitos, natürlich heftiger Regen im Regenwald, Tarzan und Jane mit Bananenbrot und einer Dschungelexpedition sowie die wilden Tiere nicht zu vergessen, die sich gern ein paar Souvenirs von den Besuchern greifen.

(Text: ah)