Höchststand bei Erstsemestern aus dem Ausland im Studienjahr 2023

224
Symbolbild Hörsaal (Foto: Goodfreephotos_com auf Pixabay)

Die Zahl der Erstsemester in Hessen hat erstmals seit 2020 wieder die 40 000er-Marke übertroffen: Die hessischen Hochschulen meldeten für das Studienjahr 2023 insgesamt 40 300 Studienanfängerinnen und -anfänger und damit einen Anstieg von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit knapp 9 800 Studierenden war die Gruppe der Erstsemester aus dem Ausland so groß wie nie.

Im Studienjahr 2023 haben sich insgesamt 40 300 Studierende erstmals an hessischen Hochschulen eingeschrieben. Das waren 7 Prozent mehr als im Jahr 2022. Die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfängern in Hessen lag damit erstmals seit 2020 (41 800) wieder über der 40 000er-Marke. 2021 waren rund 37 500 und 2022 rund 37 700 Studierende im ersten Hochschulsemester an hessischen Hochschulen eingeschrieben.
Insgesamt verzeichneten im Jahr 2023 alle Studierendengruppen eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr: Die Zahl der deutschen Erstsemester stieg um fast 4 Prozent auf 29 000 an. Darüber hinaus schrieben sich gut 1 600 Bildungsinländerinnen und -inländer – das sind Studierende mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit, die ihre Studienberechtigung in Deutschland erworben haben – erstmals an einer hessischen Hochschule ein (plus 6 Prozent).

Deutlicher Anstieg der Bildungsausländerinnen und Bildungsausländer

Die prozentual stärkste Zunahme bei den Erstsemestern verzeichneten die Bildungsausländerinnen und -ausländer – das sind ausländische Studierende, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben haben: Im Studienjahr 2023 schrieben sich knapp 9 800 Bildungsausländerinnen und -ausländer erstmals an einer hessischen Hochschule ein. Das waren fast 1 500 Personen oder 18 Prozent mehr als 2022.
Damit lag die Zahl der Erstsemester, die aus dem Ausland zum Studieren nach Hessen kamen, im Jahr 2023 so hoch wie nie und war fast doppelt so groß (plus 92 Prozent) wie im Jahr 2010, als rund 5 100 Bildungsausländerinnen und -ausländer ihr Studium in Hessen begonnen hatten.

Indien Top-Herkunftsland der Erstsemester aus dem Ausland, China weiterhin unter Vor-Pandemie-Niveau

Mit 920 Personen kamen die meisten Bildungsausländerinnen und -ausländer im ersten Semester im Jahr 2023 aus Indien. Die zweitgrößte Gruppe stellten erstmals Studierende aus der Türkei. Sie stieg deutlich um 62 Prozent auf 850 an. Bei der Zahl der Erstsemester aus der Ukraine zeigten sich auch 2023 die Auswirkungen des Kriegs: Während 2022 bereits sechsmal so viele ukrainische Studienanfängerinnen und -anfänger eingeschrieben waren wie 2021, stieg ihre Zahl 2023 nochmals um 6 Prozent auf 820 Personen an. Sie stellten damit die drittgrößte Nationalitätengruppe der ausländischen Erstsemester in Hessen.

Die Zahl der Auslandsstudierenden im ersten Hochschulsemester aus China – dem Land, das in der Zeit vor der Corona-Pandemie die Rangliste der Herkunftsländer jahrelang deutlich angeführt hatte – war während der Pandemie-Jahre kontinuierlich zurückgegangen: Während 2019 noch fast 1 100 Erstimmatrikulierte aus China eingeschrieben waren, waren es 2022 mit 460 weniger als die Hälfte. Im Studienjahr 2023 stieg ihre Zahl nun wieder um 11 Prozent auf 510 an.

Die Zahl der Erstsemester aus den EU-Mitgliedstaaten war 2023 mit rund 1 300 Personen gegenüber 2022 nahezu unverändert.

Hinweise

Als Studienanfängerinnen und -anfänger oder Erstsemester bezeichnet man Studierende, die sich erstmals an einer hessischen Hochschule eingeschrieben haben und zuvor noch nicht an einer anderen deutschen Hochschule immatrikuliert waren. Einige Bildungsausländerinnen und -ausländer unter den Erstsemestern haben schon Studienleistungen in ihrem Heimatland erbracht. Das Studienjahr 2023 umfasst die Erstimmatrikulierten im Sommersemester 2023 und im darauffolgenden Wintersemester 2023/2024.

Die Angaben sind ohne Rücksicht auf die Endsumme auf- bzw. abgerundet worden. Das Ergebnis der Summierung der Einzeldaten kann deshalb geringfügig von der Endsumme abweichen.

(Text: PM Hessisches Statistisches Landesamt)