Point Alpha: Tagung zu den Menschenrechten in Nordkorea

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Die Demilitarisierte Zone (DMZ), die vier Kilometer breite Pufferzone zwischen Nord- und Südkorea, ist ironischerweise alles andere als entmilitarisiert. Beide Länder befinden sich technisch gesehen immer noch im Krieg. Auf den Waffenstillstand, der die Kämpfe beendete, folgte nie ein formeller Friedensvertrag. (Foto: Yeowatup)

Deutschland gilt als Vorbild für Südkorea, wenn es um einen historischen Präzedenzfall für die eigene Wiedervereinigung geht, die man sich nach wie vor ersehnt. Doch wie sieht die aktuelle Lage in Nordkorea aus, zumal dort regelmäßig die Kriegstrommel gerührt wird? Ist unser Bild des nordkoreanischen Staates zu verharmlosend? Welche Erfahrungen haben Nordkoreaner auf der Flucht gemacht? Diesen Fragen stellt sich die kompakte Tagung des Zukunftsforums für Korea e.V. und der Point Alpha Stiftung am Freitag, 26. Januar. Auch die interessierten Bürger aus der Region sind zu dieser kostenlosen Veranstaltung von 14 bis etwa 18.30 Uhr in den Gangolfisaal des Schlosses in Geisa eingeladen.

Die Spannungen auf der Halbinsel sind groß, da Diktator Kim Jong Un vor wenigen Tagen rund 200 Granaten auf die südkoreanische Insel Yeonpyeong abfeuern ließ. Korea ist noch immer geteilt. Vor genau 70 Jahren wurde ein Waffenstillstand vereinbart, der Kriegszustand hält aber offiziell noch an. Trotz der traumatischen Ereignisse des Korea-Krieges von 1950 bis 1953 und der andauernden Teilung, ist das Ziel der Einheit Koreas noch nicht aus den Augen verloren.

Bei der Veranstaltung von Point Alpha in Geisa wird nicht nur die südkoreanische und deutsche Perspektive auf den nordkoreanischen Staat im Zentrum stehen, sondern auch die menschenrechtliche Situation aus erster Hand sowie aus einem fachwissenschaftlichen und politischen Betrachtungswinkel geschildert. Ihre Erfahrungen teilen der CDU-Bundestagsabgeordnete und Stiftungsratsmitglied Michael Brand sowie der Generalkonsul Südkoreas Kyung-Sok Koh. Zum Thema „Menschenrechte in Nordkorea: Informationsfreiheit in Nordkorea?“ referiert Prof. Dr. Horst Hammen von der Universität Gießen. Dr. Ethan Hee-Seok Shin aus Seol berichtet über die “Aufklärung der Verantwortung für Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea”. Ihre Flucht aus Nordkorea ist Gegenstand des Beitrags von Frau So Yeon Lee. Die Beiträge der koreanischen Gäste werden simultan übersetzt.

Anmeldungen für die Tagung sind per E-Mail an veranstaltungen@pointalpha.com oder telefonisch unter 06651/919030 erbeten.

(Text: PM Point Alpha Stiftung)