Perfider Paketannahmetrick an der Haustür

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Grafik Mohamed Hassan/Pixabay

Wien (PM) Mit einer neuen Betrugsmasche überraschen Kriminelle derzeit Kundinnen und Kunden unter anderem von DHL – und zwar direkt an der Haustür.

In Wien treiben derzeit Kriminelle mit einer neuartigen Betrugsmasche ihr Unwesen und überraschen Kunden, darunter auch solche von DHL, direkt an deren Haustür. Im Gegensatz zu den weit verbreiteten Phishing-Versuchen per E-Mail oder SMS, bei denen viele Paketkunden mittlerweile aufmerksam sind, setzen die Betrüger nun auf eine perfide Vorgehensweise direkt vor Ort. Das Internetportal “Watchlist Internet” warnt vor dieser neuen Falle, bei der die Kriminellen sich gelegentlich als DHL-Paketboten ausgeben, aber auch andere Paketdienstleister imitiert werden.

Um den üblichen Schutzmechanismus “erst die Ware, dann das Geld” zu umgehen, setzen die Betrüger auf die Zahlung per Nachnahme. Obwohl diese Zahlungsmethode bei der Paketzustellung an sich gängig ist, wird sie bei dieser Betrugsmasche zur Schwachstelle. Der Ablauf ist simpel und bekannt: Ein Paketfahrer klingelt an der Haustür, um eine Sendung zuzustellen. Allerdings wird eine Zahlung per Nachnahme gefordert. Die Betrüger haben zuvor das vermeintliche Paket versandt, oft an Adressen mit mehreren Bewohnern. Auf diese Weise nutzen sie den Überraschungseffekt und die Unkenntnis darüber aus, ob ein Mitbewohner tatsächlich etwas bestellt hat.

Die Erfolgsaussichten dieser Masche sind besonders hoch, wenn die eigentlichen Empfänger nicht anwesend sind und beispielsweise Familienmitglieder oder Arbeitskollegen das Paket annehmen. Das Webportal “Watchlist Internet” warnt davor und empfiehlt, nur erwartete Nachnahme-Sendungen anzunehmen oder sich vor der Annahme bei einem Dritten zu vergewissern, dass eine Sendung von ihm erwartet wird.

Bei dieser Betrugsmasche erhalten die Opfer zwar das bezahlte Paket per Nachnahme, doch es enthält nur wertlose Dinge, manchmal sogar Steine. Besonders hinterhältig ist, dass die Kriminellen gelegentlich Verwandte oder Bekannte der Empfänger als Absender oder einen vertrauenswürdig wirkenden Unternehmensnamen angeben, manchmal sogar unter Verwendung von Scheinunternehmen.