Darmstadt und Darmstadt-Dieburg: Landesförderung für gemeinsames Projekt ‚Sozialwirtschaft integriert‘ verlängert

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(Symbolbild: Ibrahim Boran auf Unsplash)

Das Projekt „SoWirt’s“ (Sozialwirtschaft integriert) von Wissenschaftsstadt Darmstadt und Landkreis Darmstadt-Dieburg, unterstützt von der BAFF-Frauen-Kooperation gGmbH, kann bis zum 31. Dezember 2025 weiterlaufen. Das ist mit der nun gesicherten verlängerten Förderung aus dem Hessischen Sozialministerium möglich. Ziel des Projekts ist Ausbildung und nachhaltige Integration von Frauen und Männern mit Migrations- und Fluchthintergrund in Berufe der Altenpflege, Gesundheit und Erziehung.

„SoWirt‘s ist ein unglaublich erfolgreiches Projekt, durch das bislang mehr als 200 Teilnehmende erreicht werden konnten. Das sind fast vier Mal so viele wie zum Projektstart 2018 erwartet“, erklärt Bürgermeisterin Barbara Akdeniz. „Es freut mich, dass das Hessische Ministerium für Soziales und Integration diesen Erfolg wahrgenommen und die Projektförderung bis Ende 2025 verlängert hat. Nicht zuletzt ist die Projektverlängerung auch ein Zeichen an all die Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund, die den Wunsch haben, eine erfolgreiche Karriere im Sozial- und Gesundheitsbereich zu starten, genau in diesen Berufsfeldern werden Fachkräfte gesucht“, so Akdeniz weiter.

Noch mehr Menschen auf ihrem Weg in eine Ausbildung im Sozial- und Gesundheitsbereich unterstützen

„Durch unser gemeinsames Projekt wurden bereits mehr als 25 Ausbildungsabschlüsse erworben und weit mehr als 30 externe Hauptschulabschlüsse bestanden. Die Verlängerung der Projektförderung schafft Ressourcen, noch mehr Menschen auf ihrem Weg in eine Ausbildung im Sozial- und Gesundheitsbereich zu unterstützen“, ist die Sozial- und Jugenddezernentin des Landkreises Darmstadt-Dieburg Christel Sprößler überzeugt.

„BAFF betrachtet es als höchst nachhaltige Strategie, Menschen mit
Migrations- und Fluchtgeschichte, die bereits hier in Darmstadt oder im Landkreis wohnen und die bereit und interessiert sind, eine Pflegeausbildung aufzunehmen, so zu unterstützen, dass diese Berufswünsche in Erfüllung gehen können. Diese Menschen haben so viel auf sich genommen, um hier ein neues Leben beginnen zu können, sie haben sich oftmals schon Deutschkenntnisse angeeignet, sie wissen über manche deutsche Gepflogenheiten schon Bescheid, sie haben im besten Fall eine Wohnung gefunden und ihre Kinder gehen vielleicht schon in Kitas in der Nähe. Wenn wir in so einer Situation dazu beitragen können, dass die Aufnahme einer Pflegeausbildung gelingt, ist das gut für unsere Gesellschaft, die Fachkräfte braucht und für die Integration der gesamten Familie“, so Britta Uihlein, Geschäftsführerin der BAFF-Frauen-Kooperation gGmbH, welche mit der Projektumsetzung beauftragt ist.

Erfolgreiches Beispiel für das Gelingen des Projekts ist etwa der Werdegang von Rassa N. Die in Darmstadt lebende Mutter zweier Kinder hat mit Unterstützung der BAFF-Frauen-Kooperation gGmbH ihre Ausbildung in Teilzeit zur Erzieherin erfolgreich gemeistert. Ein Erfolg, der ihr viel abverlangt hat und sie und ihre Lehrkräfte stolz macht. Denn neben den Einschränkungen der Corona-Pandemie, formalen Hürden und Sprachbarrieren stellt auch die Vereinbarkeit von Ausbildung und Familie ein nicht zu unterschätzendes Hemmnis und einen hohen organisatorischen Mehraufwand für die geborene Afghanin und die anderen Projektteilnehmenden dar.

Interessierte erhalten nähere Informationen bei der BAFF-Frauen-Kooperation gGmbH: Telefon 06151/66972-0 oder E-Mail info@baff-darmstadt.de.

(Text: PM Wissenschaftsstadt Darmstadt)