Darmstadt für Projekt zur geothermischen Potentialanalyse ausgewählt

186
Wärmepumpe (Foto: Wissenschaftsstadt Darmstadt)

Um dem gestiegenen Informationsbedarf im Bereich der Geothermie, das heißt der Nutzung von Erdwärme, zu entsprechen und bereits verfügbare Daten zugänglich zu machen, wird durch die LEA LandesEnergieAgentur Hessen im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen eine geothermische Potentialanalyse an ersten hessischen Standorten durchgeführt. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist einer dieser Standorte.

Im Rahmen der geothermischen Potentialanalyse wird eine Datenrecherche durchgeführt, auf deren Basis die geologische und hydrogeologische Situation beschrieben und mögliche Nutzungsformen von Erdwärme im Stadtgebiet ermittelt werden. Teil der Untersuchung ist auch eine Grobkostenschätzung und die Erläuterung des Genehmigungsprozesses für eine im Rahmen dessen entwickelte Projektidee. Die Ergebnisse sollen bis Mitte des Jahres 2024 vorliegen und dann in die kommunale Wärmeplanung der Wissenschaftsstadt Darmstadt einfließen.

Dazu Klimaschutzdezernent Kolmer: „Die kommunale Wärmeplanung bildet die Grundlage für eine langfristig treibhausgasneutrale Wärmeversorgung der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Die geothermische Potentialanalyse ist eine wertvolle Ergänzung zur aktuell startenden kommunalen Wärmeplanung in Darmstadt. Im Rahmen der Untersuchung wird das Potential der Geothermie zur dezentralen Nutzung oder Nutzung in Wärmenetzen ermittelt.“

„Mehr Wärme aus der Erde für die Beheizung von Häusern durch Wärmepumpen, das ist künftig gefragt. Damit wird Heizen klimaneutral und im Betrieb kostengünstiger“, sagt Dr. Karsten McGovern, Geschäftsführer der LEA Hessen. „Bevor aber gebohrt wird, ist es gut, das Potential für die Erdwärme abzuschätzen, was jetzt in Darmstadt umgesetzt wird.“

Erdwärme eignet sich für die Wärmeversorgung von Neubauten und Bestandsgebäuden. Zudem kann Erdwärme für kleine und große Wärmenetze effizient genutzt werden. Geothermie ist ganzjährig und ohne nennenswerte Schwankungen als Quelle zum Heizen und Kühlen verfügbar. „Geothermie ist ein unverzichtbarer Teil der Wärmewende“, so Kolmer.

Weitere Informationen zur Geothermie in Hessen:
https://www.lea-hessen.de/energiewende-in-hessen/geothermie/.

(Text: PM Wissenschaftsstadt Darmstadt)