Krankschreibungen aufgrund von Atemwegsinfektionen nehmen zu

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(Symbolfoto: Mojpe auf Pixabay)

Seit der ersten Septemberwoche steigt die Zahl der Krankmeldungen aufgrund einer Atemwegsinfektion in Hessen wieder deutlicher an. Das zeigt eine Auswertung der BARMER unter hessischen Versicherten mit Anspruch auf Krankengeld.

„Während die Grippe derzeit eine eher untergeordnete Rolle im hessischen Arbeitsunfähigkeitsgeschehen spielt, hat sich im Verlauf des Septembers die Zahl der Krankschreibungen aufgrund einer Erkältung oder einer Corona-Infektion jeweils ungefähr verdoppelt“, sagt Martin Till, Landeschef der BARMER in Hessen. Während in der Kalenderwoche 35 noch 2,9 von 1.000 Versicherten in Hessen wegen einer Corona-Infektion krankgeschrieben waren, stieg die Rate in der Kalenderwoche 40 auf 5,5 je 1.000. Bei den banalen Infekten, die häufig in der Form von Erkältungskrankheiten auftreten, kam es im gleichen Zeitraum zu einem Anstieg der Arbeitsunfähigkeitsrate von 1,6 auf 3,1 je 1.000 Versicherte.

Weniger Arbeitsausfälle als im Vorjahr

Das Infektionsgeschehen sei aber weitaus weniger dynamisch als noch im Vorjahr. Den 5,5 Krankmeldungen aufgrund einer Corona-Infektion je 1.000 Versicherte in der 40. Kalenderwoche 2023 würde im gleichen Zeitraum des Vorjahres eine Rate von 15,4 je 1.000 gegenüberstehen. Hierzu habe aktuell unter anderem auch das weitgehend freundliche Spätsommerwetter in Hessen beigetragen. „Insbesondere Menschen, die wegen einer Vorerkrankung oder fortgeschrittenen Alters die Empfehlung der Ständigen Impfkommission zur Impfung gegen die Grippe und das Coronavirus erhalten haben, rate ich, diesen Schutz auch in diesem Jahr in Anspruch zu nehmen“, sagt Martin Till. „Dort, wo empfindliche Arbeitsabläufe gestört werden könnten und die Gesundheit der Beschäftigten besonders geschützt werden muss, sind gegebenenfalls auch weiter die bereits bekannten Schutzmaßnahmen zielführend. Ich empfehle allen Arbeitgebern in Hessen, vorausschauend in die kommende Zeit zu starten, in der sich das Infektionsgeschehen erfahrungsgemäß weiter dynamisieren wird.“

Quelle und weitere Informationen zur Methode und Datengrundlage:
https://www.bifg.de/daten-und-analysen/arbeitsunfaehigkeiten/arbeitsunfaehigkeiten-atemwegserkrankungen-raten

(Text: PM BARMER Hessen)