Große Kunst bei der Rodgau Art

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Schon bei der feierlichen Vernissage am vergangenen Freitag zog die Veranstaltung zahlreiche Besucher an. (Foto: ah)

Die 49. Ausgabe der „Rodgau Art“ am Wochenende im Bürgerhaus Nieder-Roden erwies sich erneut als ein Anziehungspunkt für Kunstliebhaber und Interessierte gleichermaßen. Schon bei der feierlichen Vernissage am vergangenen Freitag zog die Veranstaltung zahlreiche Besucher an, und auch an den folgenden Tagen herrschte reges Treiben in den Räumlichkeiten des Bürgerhauses.

Die Organisatorin Gabriele Ziegler von der städtischen Agentur für Kultur, Sport und Ehrenamt freute sich über das durchweg positive Feedback der Künstler. Besucher traten regelmäßig in direkten Kontakt mit den Künstlern, was die Veranstaltung für beide Seiten bereicherte. Bürgermeister Max Breitenbach unterstrich ein charakteristisches Merkmal der „Rodgau Art“ und wies auf die Vielfalt der Ausstellung hin: „Die gesamte Bandbreite künstlerischer Ausdrucksformen ist hier zu finden, von Installationen bis hin zu Live-Acts.“ Er betonte stolz, dass die Kunstausstellung „Rodgau Art“ mittlerweile überregionale Anerkennung in Künstlerkreisen genießt und ein bedeutendes Format für die Stadt und ihre Bewohner geworden ist. Auch Rodgaus Kulturdezernent Winno Sahm hob bei der Eröffnung die Vielfalt der künstlerischen Beiträge der „Rodgau Art“ hervor: „Eine Kunstausstellung in solchen Zeiten? Das mag die Frage aufwerfen, welchen Beitrag Kunst in verwirrenden und bedrückenden Zeiten leisten kann. Diese Ausstellung – und das ist ein Leitmotiv der ‚Rodgau Art‘ – ist eine Übung in Toleranz, im Ertragen können.“ Sahm betonte, dass Besucher nicht nur auf Werke stoßen, die ihnen gefallen, sondern auch auf solche, die ihnen fremd oder gar befremdlich erscheinen könnten. Dennoch sollten sie diese Vielfalt tolerieren, denn in der Gesamtheit und Unterschiedlichkeit fänden sich Elemente, in denen sich jeder wiederfinden könne. Diese Vielfalt diene als Modell und Anreiz, das eigene kreative Potenzial zu überdenken.

Die Ausstellung präsentierte Gemälde, Zeichnungen, Fotografien, Druckgrafiken und Skulpturen aus einer Vielzahl verschiedener Materialien von insgesamt 82 Künstlerinnen und Künstlern. „Mehr ist nicht möglich“, erklärte Gabriele Ziegler. Angesichts von 150 überwiegend hochwertigen Bewerbungen sei es oft eine große Herausforderung, eine Auswahl zu treffen. Zum Programm der „Rodgau Art“ gehörten erneut zwei Rundgänge mit Kulturdezernent Winno Sahm sowie ein Werkstattgespräch mit den Künstlern am Sonntagmorgen, das diesmal dem Material „Papier“ gewidmet war. Die Bewirtung der Gäste mit Kaffee und Kuchen wurde vom SOS-Helferkreis übernommen.

(Text: ah)