Professor Dr. Dr. Konstantinos Donas: „Schwierige Patienten gibt es bei mir nicht“

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Professor Dr. Dr. Konstantinos Donas (Foto: Beate Tomann)

Interview mit Gefäßchirurg Professor Dr. Dr. Konstantinos Donas

Professor Dr. Dr. med. Konstantinos Donas ist seit 2020 Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie an der Asklepios Klinik Langen und gründete das Rhein-Main Gefäßzentrum, das nun an drei Standorten im Rhein-Main Gebiet vertreten ist. Er kam aus Münster (Westfalen), aber seine erste Heimat war Griechenland. In Athen wurde er in eine Familie von Medizinern geboren. In seinem Arztzimmer in Langen hängt ein besonderes Dokument: Es ist die Arzt-Urkunde seines Großvaters, die auf 1926 datiert ist. In drei Jahren hat seine Familie eine 100-jährige Arztgeschichte.

Wie kommt man auf die Idee das Fachgebiet Gefäßchirurgie zu wählen?

Mein Vater war ein renommierter Gefäßchirurg und in Wien und später in Athen tätig. In meiner Jugend und auch während meines eigenen Studiums in Wien habe ich viele lebendige und lehrreiche Diskussionen mit ihm führen können. Das Thema hat mich fasziniert. Und ich habe mich so darüber gefreut, ihn dabei glücklich zu sehen. Ich konnte mich natürlich frei entscheiden. Aber ich hatte wirklich das Glück, dass auch meine Mutter immer respektvoll und wohlwollend den Beruf meines Vaters unterstützt hat. Diese positive Energie hat mich bei meinen Entscheidungen bis heute begleitet.

War Ihr Vater stolz auf Ihren Weg?

Leider hat mein Vater meinen Abschluss wegen eines Hirntumors gerade erlebt. Er hat mir eine internationale Anerkennung prophezeit, die ich damals für eine Übertreibung hielt. Heute freue ich mich tatsächlich weltweit Einladungen zu bekommen, um unsere Expertise zu demonstrieren und unsere Erfahrung auszutauschen. Es macht mich sehr glücklich, wenn ich daran denken kann, dass es meinen Vater glücklich machen würde.

Was hat Sie von Münster nach Langen in die Asklepios Klinik gebracht?

Ich hatte die Chance, in der Asklepios Klinik Langen eine neue Abteilung für Gefäßchirurgie nach meinen Vorstellungen aufzubauen und zusätzlich ein Gefäßzentrum mit drei Standorten in den Asklepios Kliniken Langen, Seligenstadt und Wiesbaden zu gründen und Asklepios hat mich nicht auf bestimmte Verfahren eingeschränkt. Hier können wir das machen, was für einen Patienten das hoffentlich Geeignetste und das Beste ist. Es ist so viel mehr machbar, als oft üblich. Wir können hier sowohl mit Standard-Eingriffen und minimal invasiven Techniken arbeiten. Wir haben innerhalb Hessens mittlerweile eine der größten Erfahrungen bei der Anwendung von speziellen kleinen Kathetern, die mittels Drehungen (Rotationsatherektomie) den Kalk an den Gefäßen der Patienten zertrümmern können. So können wir das Lumen erweitern ohne Stents (Fremdkörper) implantieren zu müssen. Das sind nur einige Beispiele der modernen Behandlungsmöglichkeiten.

Was macht Ihnen besonders Freude?

Freude macht es mir, wenn ich meine Familie gesund und glücklich sehe. Die Momente zu Hause mit der Familie und unseren zwei Hunden geben mir die Kraft und Zuversicht, die es braucht, um die Herausforderungen die der Klinikalltag mit sich bringt nicht nur zu meistern, sondern den Qualitätsstandard unserer Leistungen stets auf höchstem Niveau zu halten. Durch den starken privaten Rückhalt ist es mir möglich auch meinen Patienten immer positiv zu begegnen und Zuversicht zu vermitteln. Dafür bin ich sehr dankbar.

Was würden Sie sich für die Zukunft wünschen?

Ich wünsche mir gesund zu bleiben und meinen Beruf lange und so intensiv wie möglich ausüben zu können.

(Interview: BT)