Sicher durch den Herbst: ADAC-Checkliste für die kalte Jahreszeit

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(Symbolfoto: garten-gg auf Pixabay)

Zu Beginn der kalten und dunklen Jahreszeit sollten Autobesitzer überprüfen, ob ihr Fahrzeug auf die herbstlichen und winterlichen Witterungsherausforderungen vorbereitet ist. Der ADAC erklärt, worauf man dabei alles achten sollte.

Reifen wechseln

Die richtige Bereifung ist das A und O bei winterlichen Straßenbedingungen. Aber schon im Herbst kann es durch Laub und morgendlichen Bodenfrost bereits ziemlich rutschig werden. Autofahrer sollten daher rechtzeitig auf Winterreifen umrüsten. Die richtige Reifenwahl ist dabei entscheidend. Seit 2018 müssen Winterreifen das Alpin-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) besitzen. Cornelius Blanke, Pressesprecher des ADAC Hessen-Thüringen, empfiehlt: „Die Reifen sollten eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern aufweisen, auch wenn gesetzlich nur 1,6 Millimeter vorgeschrieben sind. Mehr Profil bedeutet mehr Fahrsicherheit. Unabhängig vom Profil sollten Winterreifen spätestens nach acht Jahren erneuert werden.“

ADAC Tipp: Die Profiltiefe lässt sich ganz einfach mit dem silbernen Rand einer Zwei-Euro-Münze nachmessen. Dieser ist genau 4 Millimeter breit. Ist er beim Einstecken in den Reifen nicht mehr sichtbar, ist die Profiltiefe noch ausreichend.

Ganzjahresreifen sind nur erlaubt, wenn diese durch das Bergpiktogramm als wintertauglich ausgeschrieben sind. Durch ihre Verarbeitung für heiße sowie kalte Temperaturen sind sie in den Fahreigenschaften jedoch nur ein Kompromiss. Gerade Vielfahrer sollten daher besser auf den Saisonspezialisten setzen und Winterreifen aufziehen. Im Falle eines Unfalls kann die falsche Bereifung zur teilweisen oder vollständigen Verminderung des Versicherungsschutzes führen.

Volle Sicht voraus

Um auch bei tiefstehender Sonne Ampeln, Verkehrszeichen und vor allem andere Verkehrsteilnehmer gut zu erkennen, sollte die Frontscheibe sauber gehalten werden. Im Herbst lohnt es sich alle Scheiben von innen und außen einmal gründlich putzen, damit diese nicht so stark beschlagen. Autofahrer sollten zudem überprüfen, ob die Scheibenwischer funktionstüchtig sind. Diese kommen jetzt wieder häufiger zum Einsatz. Alte Wischerblätter hinterlassen oft Schlieren auf der Scheibe und behindern dadurch die Sicht. Dann ist es höchste Zeit, diese auszutauschen.

Für den richtigen Durchblick sollte das Sommerwischwasser komplett ausgetauscht und durch Wischwasser mit Frostschutz ersetzt werden. „Beim Tausch immer darauf achten, dass das Sommerwischwasser komplett geleert wurde. Ein Sommer-Winter-Mix kann sonst bei niedrigen Temperaturen ausflocken und die Sicht einschränken“, erklärt Cornelius Blanke. Wichtig ist auch, dass sich die neue Mischung über Pumpe und Leitungen bis hin zu den Düsen ordentlich verteilt hat. Im Zweifel lieber ein paar Mal mehr sprühen. „Für frostige Nächte lohnt es sich schon jetzt die Abdeckfolie für die Windschutzscheibe im Auto bereitlegen, dann muss man weniger oder bestenfalls gar nicht kratzen“, rät Blanke.

Batterie

Die Autobatterie führt im Winter die Pannenstatistik der ADAC Straßenwacht an, denn sie ist in der kalten Jahreszeit stark belastet. „Wenn im Herbst bei den ersten kalten Temperaturen Startschwierigkeiten auftreten, sollte die Batterie unbedingt geprüft und gegebenenfalls rechtzeitig ersetzt werden“, so Cornelius Blanke.

Kühlerfrostschutz

Bei kalten Temperaturen gehören Frostschutzmittel bis mindestens -25°C in das Kühlsystem des Motors. An der Tankstelle oder in der Werkstatt lässt sich das mit einem Frostschutzprüfer recht schnell und einfach kontrollieren.

Beleuchtung

Der Check aller Lampen rund um das Fahrzeug ist obligatorisch. Klare Reflektoren, sprungfreie und saubere Gläser sowie funktionstüchtige Lampen haben in der dunklen Jahreszeit höchste Priorität. Die Scheinwerfereinstellung überprüft am besten ein Fachbetrieb, damit keine anderen Verkehrsteilnehmer versehentlich geblendet werden.

(Text: PM ADAC Hessen-Thüringen e.V.)