Brustzentrum der Asklepios Klink Langen unterstützt den “Brustkrebsmonat Oktober”

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Dr. Krapfl, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Asklepios Klinik Langen. (Foto: Asklepios)

Das Brustzentrum der Asklepios Klink Langen unterstützt auch in diesem Jahr den „Brustkrebsmonat Oktober“. Der Aktionsmonat rückt seit 1985 alljährlich die Erforschung, Vorbeugung und Behandlung von Brustkrebs in das öffentliche Bewusstsein und wird maßgeblich von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe initiiert.
Noch immer erkrankt jede 10. Frau in Deutschland pro Jahr an Brustkrebs. Mit diesen rund 70.000 Neuerkranken ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. “Doch Brustkrebs ist heilbar insbesondere, wenn er früh erkannt wird und ist, häufig ohne den Verlust des Organs, also brusterhaltend behandelbar“, so Dr. Krapfl, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Asklepios Klinik Langen.

Die Möglichkeit, sich regelmäßig auf Brustkrebs untersuchen zu lassen, ist Teil der gesetzlichen Krebsvorsorge in Deutschland. So kann sich jede Frau ab 30 einmal im Jahr beim Frauenarzt die Brüste und die Lymphknoten im umliegenden Bereich bis zu den Achselhöhlen abtasten lassen. Frauen im Alter von 50 und 69 Jahren können alle zwei Jahre eine Mammographie in Anspruch nehmen. Mit der Röntgenuntersuchung können bereits sehr kleine und nicht tastbare Tumoren sichtbar gemacht werden. Brustkrebs kann durch die Vorsorgeuntersuchungen zwar nicht vermieden werden, aber durch regelmäßige Kontrollen können Veränderungen im Brustgewebe frühzeitig erkannt und dadurch oftmals erfolgreicher behandelt werden.

Frühzeitige Diagnose beeinflusst Heilungschancen

„Da die frühzeitige Diagnose die Heilungschancen so enorm beeinflusst, sollten Patientinnen die Vorsorgeuntersuchungen immer wahrnehmen und immer eine möglichst frühzeitige Abklärung anstreben“, so Dr. Krapfl. Sobald eine Frau einen Knoten an ihrer Brust wahrnimmt, sollte sie sich an ihren Gynäkologen wenden. Ob es sich um eine Zyste, einen gut- oder aber einen bösartigen Tumor handelt, erkennt in der Regel schon die Frauenärztin oder der Frauenarzt. Um aber eine sichere Diagnose durch eine mikroskopische Untersuchung erhalten zu können, ist eine Punktion der Veränderung in örtlicher Betäubung nötig. Diese sollte in der Regel in einem von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Brustzentrum wie dem der Asklepios Klinik Langen durchgeführt werden. Eng vernetzt mit den verschiedenen medizinischen Fachbereichen wie Radiologie, Nuklearmedizin und Psychoonkologie, ist das Brustzentrum auf die individuelle abgestimmte Betreuung sämtlicher gutartigen und bösartigen Erkrankungen spezialisiert.

„Hier wird die Brust mittels Tastuntersuchung, hochauflösendem Ultraschall, Mammographie und Kernspintomographie beurteilt. Es folgt dann eine Diagnose, die neben der Frage: „gut- oder bösartig“, bei bösartigen Tumoren auch klärt, welche Eigenschaften der Tumor hat, und ob neben der Operation auch eine Chemotherapie notwendig sein wird“, erklärt Dr. Krapfl. In allen Fällen wird ganz individuell für die Patientin und mit der Patientin über die Art der Behandlung entschieden. Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto kleiner ist der operative Eingriff und desto besser sind die Heilungschancen. Wenn aber aufgrund der Eigenschaften des Tumors von Anfang an klar ist, dass eine Chemotherapie nötig ist, wird diese in der Regel schon vor der Operation durchgeführt. Dadurch verkleinert sich der Tumor oft so stark, dass auch die Operation deutlich geringer ausgedehnt ist und bei noch mehr Frauen die Brusterhalten werden kann.

Höhere Sicherheit durch Nachbestrahlung

Wann immer möglich, versucht das Langener Ärzteteam, brusterhaltend zu operieren. Nach dem Eingriff wird die Brust bestrahlt, um das Risiko eines erneuten Auftritts von Krebszellen zu minimieren. Studien haben gezeigt, dass durch die Nachbestrahlung eine höhere Sicherheit erzielt werden kann. Die brusterhaltende Operation stellt also kein höheres Risiko für die Bildung eines erneuten Tumors dar. Dafür bedeutet die Brusterhaltung für die meisten Patientinnen ein wichtiges Plus für ihr Selbstbild und damit für die Psyche.

„Natürlich ist die Diagnose Brustkrebs immer ein Schock. Für uns ist es daher wichtig, die Ängste der Patientinnen (manchmal auch Patienten) ernst zu nehmen und empathisch aufzufangen und zu begleiten. Brustkrebs kann heute meist geheilt werden, aber der Schock bleibt fürs Leben“, so Dr. Zahra Ghanaati, Psychoonkologin der Asklepios Klinik Langen. Manchmal scheint die Diagnose sich eher psychisch auszuwirken als körperlich. Darauf müssen Ärzte eingehen. Daher lernt der Operateur im Langener Brustzentrum die Patientinnen/en immer persönlich vor der OP kennen und bespricht den OP-Verlauf ganz genau mit ihr. Kein Krebs, und damit auch kein Brustkrebs ist wie der andere. Auch jede Patientin geht anders mit der Diagnose um. Im Brustzentrum gehört die ganz individuelle Betreuung der Patientin ebenso zur Behandlung wie die Therapie des Krebses an sich.

„Gerade bei dieser Erkrankung ist es wichtig, dass die Seele mitbetreut wird! Dazu nehmen wir uns schon beim ersten Gespräch sehr viel Zeit für ein Gespräch mit der Patientin. In der Regel sind dann auch eine Breast-Care Nurse, also eine speziell geschulte Gesundheits- und Krankenpflegerin, sowie eine Psychoonkologin mit dabei. Wir sind auch sehr dafür, dass Angehörige mit daran teilnehmen. Meist unterstützt der Partner die Patientin schon sehr, und wir helfen ihm dabei. Manchmal sind es aber auch die Angehörigen, die mehr Hilfe benötigen. Es ist eine Sache des Gespürs und der Erfahrung, die Patienten adäquat zu begleiten“, so Dr. Krapfl.

(Text: PM LPR)