Rodgauer Baggerseepiraten verlieren trotz engagierter Leistung

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Symbolbild - Handball auf dem Hallenboden (Foto: Pixabay)

Knappe 30:32 (17:16)-Niederlage in Saarlouis

Erhobenen Hauptes kehrten die HSG-Handballer spät am Samstagabend von ihrer schweren Auswärtspartie in Saarlouis zurück. Zwar hatten die Jungs von Trainer Jan Redmann nichts Zählbares im Gepäck, auf die gezeigte Leistung beim Traditionsverein konnten aber alle Beteiligten mehr als stolz sein.

„Wir haben in den ersten 20 Minuten fast fehlerfrei agiert und zurecht mit vier Toren geführt“, so Redmann in einer kurzen Analyse. In der Tat hatten die Rodgauer vom Anpfiff an so richtig Lust auf´s Tore werfen. Egal ob Johannes von der Au, der erneut sehr auffällige Simon Brandt oder Henning Schopper – die Rückraumachse der Baggerseepiraten überzeugte mit einer hohen Angriffseffektivität. Da auch Kapitän Marco Rhein mit einigen Paraden sofort auf Betriebstemperatur war, erspielte man sich nach 12 Minuten schon einen verdienten 3 Tore-Vorsprung (9:12). Auch eine Auszeit seitens des sichtlich unzufriedenen Saarlouiser Coaches Philipp Kessler brachte zunächst keine Veränderung. Die Gastgeber bekamen kaum einen Zugriff auf die sehr variabel angreifenden Rodgauer, handelten sich zudem einige Zeitstrafen ein und so war es dem starken von der Au vorbehalten, in der 22. Minute zum 11:15 einzunetzen. In der Folge schlichen sich aber kleinere Unkonzentriertheiten ein, was Trainer Redmann mit den Worten kommentierte: „Da sind wir zu hektisch geworden, wollten zu schnell zu viel. Gerade in dieser Phase hätten wir einen größeren Vorsprung mit in die Kabine nehmen müssen“. So aber schmolz die Führung in den verbleibenden acht Minuten bis zur Pause auf nur noch einen Treffer.

Nach Wiederanpfiff der sehr souverän leitenden Unparteiischen Jaros/Thrun entwickelte sich eine absolut ausgeglichene Partie, in der die Gastgeber mit zunehmender Spieldauer dank ihrer körperlichen Überlegenheit immer besser in Schwung kamen. Die Rodgauer mussten sich jetzt jede Torgelegenheit hart erarbeiten, oftmals scheiterten sie dabei am gegnerischen Torhüter Jonczyk, der zu großer Form auflief. Zudem verletzte sich Kreisläufer Stenger am Sprunggelenk, lief danach mehr als unrund übers Feld und konnte nur noch sporadisch eingesetzt werden. In der Defensive hatte man mit dem Saarlouiser Duo Weißgerber/Becker große Probleme. Insgesamt 15 Treffer ging auf das Konto der beiden Linkshänder, die damit einen Treffer mehr erzielten als ihr Nieder-Röder Pendant Schopper/Hassler. Wobei vor allem Rechtsaußen Nils Hassler eine Partie ohne Fehl und Tadel ablieferte. Doch auch er konnte nicht verhindern, dass sich die Saarländer –unterstützt von mehr als 1.000 Zuschauern- nach dem zwischenzeitlichen 24:24 auf 29:26 absetzten. Da sah es schon danach aus, als würden die Baggerseepiraten Schlagseite bekommen, doch kampflos wollte man sich jetzt auch nicht ergeben. Die Flügelzange Brühl/Hassler stellte den 30:29-Anschluss wieder her, doch bezeichnenderweise waren es die Tore von Weißgerber und Becker im Verbund mit Jonczyk´s Paraden, die für den 30:32 Endstand aus Rodgauer Sicht sorgten.

„Schade, dass sich die Jungs nicht für die sehr engagierte Leistung belohnt haben. Die Niederlage wirft uns aber nicht um, wir nehmen sehr viele positive Dinge mit und natürlich die durchaus bekannte Erkenntnis, dass wir gegen solche Gegner 100% geben müssen. Da hat in der zweiten Halbzeit leider ein wenig gefehlt, trotzdem bin ich super zufrieden mit der gezeigten Leistung“, so Redmann abschließend.

HSG-Herren III  – OFC Kickers 37:33 (18:17)

Das Spiel startete ausgeglichen, wobei die HSG immer ein Tor vorlegen konnte. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt wurde ersichtlich, dass die Gäste ihre Tore hauptsächlich aus dem starken Tempospiel erzielen würden, denn die Abwehr inklusive Marvin Hoppenstaedt im Tor hatte den OFC im Positionsangriff gut im Griff. Mitte der ersten Halbzeit nutzen die Gäste dann eine Schwächephase der Gastgeber mit einem 4 zu 0 Lauf, um sich etwas abzusetzen. Die folgende Auszeit zeigte dann aber Wirkung und mit einem 5 zu 0 Lauf drehten die Rodgauer ihrerseits das Spiel wieder. Bis zum Pausenpfiff verlief das Spiel dann ausgeglichen und die Baggerseepiraten konnten ein knappes 18:17 in die Kabine retten.

Die ersten knapp 20 Minuten der zweiten Hälfte spielten die Jungs der Dritten dann bärenstark und setzten sich Tor um Tor ab bis zu einem Zwischenstand von 32:24. In dieser Phase fand man immer eine Antwort auf die wechselnden Formationen in der Gästeabwehr und unterband auch das Tempospiel gut. In der Folge verkürzten die Kickers den Rückstand innerhalb von sechs Minuten wieder auf drei Tore und der Ausgang war wieder offen. Aber das Muster der bisherigen Saison blieb erhalten: Die Dritte spielte mit Ruhe weiter, hielt die Gäste auf Abstand und ging am Ende verdient als Sieger von der Platte.

Somit steht die HSG nach fünf Spielen bei 10:0-Punkten und bleibt Tabellenführer Gelnhausen auf den Fersen. In der kommenden Woche kommt es dann in Dietzenbach zum Derby gegen die Kreisstädter, die durchwachsen in die Saison gestartet sind. Ziel ist es auch dort, die bisherigen Leistungen zu bestätigen und auch die Punkte einzufahren.

Es spielten: M. Hoppenstaedt, L. Ihrig; M. Seitel 4, A. Korinth, T. Henkel 3, E. Muratoglu 3, J. Wiest 1, D. Wade 4, J. Schilling 1, J. Pollert 1, J. Roesler 2, N. Ruhmann, R. Landskron 10, R. Schrod 8/4.

Die HSG-Jungs der Dritten bleiben auch nach dem Spitzenspiel gegen den OFC weiterhin ohne Verlustpunkt und belohnen sich für eine starke Leistung. (Foto: HSG)
TV Großwallstadt – B-Junioren 23:24 (14:18)

Die Partie begann mit einer guten Abwehrleistung der Jung-Piraten. Leider verhinderte das Wurfpech im Angriff ein frühzeitiges Absetzen, so dass der Abstand auf der Toranzeige nicht zu unseren Gunsten anwachsen konnte. Ein Grund dafür war auch, dass der TV Großwallstadt gut auf den Angriff der HSG eingestellt war und mehrere Angriffe effektiv unterbinden konnte. Auf Seiten der Baggerseepiraten zeigte die offensive Deckung gegen den Spielmacher der Gastgeber jedoch nicht die gewünschte Wirkung, er erzielte trotzdem die Hälfte aller TVG-Tore.

In der Phase zwischen der 13. und 16. Minute kam es zu einem kleinen Durchhänger im Angriff der HSG. Eine fragwürdige Zwei-Minuten-Strafe gegen das HSG-Team führte in dieser Spielphase zu einem 3-Tore-Vorsprung für die Gastgeber, doch die Piraten ließen sich davon nicht verunsichern und kämpfte sich bis zur Halbzeit wieder auf ein Tor heran.
Hochmotiviert startete die zweite Halbzeit mit einer beeindruckenden Aufholjagd der Piraten-Crew, die von sicheren Spielzügen und konzentrierten Abschlüssen geprägt war. Offensichtlich fand Trainer Seitz die richtigen Worte in der Kabine. Zudem erwies sich auch der Torhüter als sicherer Rückhalt und parierte den ein oder anderen Wurf auf sein Tor. In der 27. führte ein Foul-Spiel unseres Teams zu einer Zwei-Minuten-Strafe und Siebenmeter für den TVG. Nach erfolgreicher Parade unseres weiterhin sehr starken Keepers konnte der Nachwurf erneut nur durch ein Foul unterbunden werden, welches zu einer zweiten Zeitstrafe führte. Doch genau solche Situationen zeigen den Kampfgeist der Baggerseepiraten: trotz doppelter Unterzahl konnte der Vorsprung durch ein effektives Zusammenspiel der Abwehr und des Torhüters um zwei Tore ausgebaut werden.
Das führte zur ersten Auszeit der Heimmannschaft in der 30. Minute beim Stand von 18:14 für die HSG. Ziel für den Jung-Piraten war es nun natürlich, diesen Vorsprung auszubauen.

Technische Fehler und schwache Abschlüsse standen dem aber im Wege und so konnte sich der TVG mit einem Fünf-Tore-Lauf bis zur 40. Minute zum Ausgleich (21:21) herankämpfen.
Die Crunchtime des Spiels begann in der 45. Minute bei einem Tor Vorsprung für unsere Piraten und einem Stand von 22:23. Wieder zeigte das Seitz-Team eine starke Abwehrleistung gepaart mit wunderbarem Stellungsspiel des Torhüters. Der Angriff war jedoch glücklos und so keimte beim TVG noch einmal Hoffnung auf den Sieg auf. Mit dem Anbruch der letzten dreißig Spiel-Sekunden zeigte der Angriff erneut sein können: der von links aufgebaute Druck verschob die TVG-Abwehr zu Gunsten unseres Rechts-Außen, welcher den Ball zielsicher im gegnerischen Tor versenken konnte. Der letzte Angriff beim Stand von 24:23 für die HSG gehörte demnach den Gastgebern. Erneut war es eine wunderbare Parade des Torhüters nach einer exzellenten Abwehrarbeit, welche den Sieg für die HSG Rodgau Nieder-Roden besiegelte. Die grenzenlose Freude der Baggerseepiraten und der mitgereisten Fans war nach diesem spannenden Spiel mehr als gerechtfertigt.

Nun bleibt noch ein letztes Spiel in dieser Gruppe, welches am 12. November in heimischer Halle gegen den HC VfL Heppenheim stattfindet. Unabhängig vom Ausgang dieser Partie stehen unsere Jungs sicher auf dem zweiten Platz und haben somit den Einzug in die Finalrunde der hessischen Oberliga geschafft.

Es spielten: David Helfrich (Tor), Gabriel Iacob (Tor), David Böhm, Timo Braun, Anton Hahn, Clark Henrich, Mats Hestermann, Ben Horlebein, Niklas Klein, Jannis Klein, Till Kleinsorge, Dennis Kvashchenko, Laurenz Pulcher, Laurenz Schittenkopf.

Weibliche C-Jugend: Starke Leistung führt zu Heimsieg

Am Samstag traten die jungen Baggerseepiratinnen zu ihrem 3. Heimspiel in dieser Saison an. Gegner war der TV Büttelborn, ein eher unbekannter Gegner, in der RODAUSTROM Sportarena. Das Ziel für heute war klar: es sollte nun endlich nach zwei Unentschieden der erste Heimsieg her.

Schon beim Aufwärmen merkte man, dass die Rodgauerinnen heute gut aufgelegt waren. Die C-Baggerseepiratinnen starteten stark ins Spiel und gingen in der 8. Minute mit 6:2 in Führung. Diese Führung gaben sie auch das restliche Spiel nicht mehr her. Über eine sichere Abwehr, in der schnell geschoben und ausgeholfen wurde, konnten die jungen Baggerseepiratinnen immer wieder den Ball erobern. Auch der Angriff war sehr sicher, es wurde schnell gespielt und viel gelaufen, so kamen die Rodgauerinnen immer wieder zu guten Torchancen, die sicher verwandelt wurden. Und wenn dann doch mal Zeitspiel angezeigt wurde, lösten auch das die Mädels gut mit Spielzügen oder treffsicheren Rückraumwürfen.

Die Gäste aus Büttelborn setzten alles daran, das Spiel nochmal zu ihren Gunsten zu drehen. Doch gerade in der 2. Halbzeit zeigten die jungen Baggerseepiratinnen, was in ihnen steckt und ließen kein Zweifel an dem heutigen Sieger. Nach 50 Minuten stand so ein verdienter 35:26-Heimsieg.

Mit diesem Heimsieg geht es nun in eine kurze Herbstpause. Das nächste Spiel der C-Baggerseepiratinnen findet am 4. November um 18.15 Uhr in Roßdorf statt.

Baggerseepiratinnen: Sandra Iacob (TW), Melia Yildirim (TW), Nova Bezak, Carlotta Eberlein, Lea Kaiser, Lara Martinac, Marie Roth, Oriane Ruberangeyo, Carla Straub, Ida Wanner, Mia-Charlotte Waschnewski, Frieda Weber.

mC1 Jugend – HSG Bensheim/Auerbach 31:31 (17:15)

Heimspiel-Sonntag n der RODAUSTROM Sportarena für die mC1-Jugend: Zum vierten Saisonspiel in der Gruppe 3 der C-Jugend Oberliga war die Nachwuchsmannschaft der HSG Bensheim/Auerbach zu Gast. Was die Zuschauer und das Trainer/Betreuerteam Andreas Knaf, John Meincke und Maike Weiland dabei geboten bekamen, war an Spannung kaum zu überbieten. Bis zur letzten Sekunde stand das Spiel auf Messers Schneide.

Die Nachwuchspiraten erwischten einen guten Start und konnten beim Stande von 6:3 erstmalig einen Drei-Tore-Vorsprung herauswerfen. Doch die Gäste von der Bergstraße ließen sich davon nicht beeindrucken. Mit gut durchdachten Angriffsspielzügen schaffte es Bensheim/Auerbach den Rückstand aufzuholen und war bis kurz vor der Halbzeit nicht mehr abzuschütteln. Zwei schnell aufeinander folgende Tore der heimischen HSG sorgten dann jedoch für einen Vorsprung vor dem Seitenwechsel.

In der zweiten Hälfte folgte dann der zu Anfang bereits erwähnte Handballkrimi. Beide Mannschaften spielten auf Augenhöhe, wobei es unseren Jungs trotzdem noch einmal gelang, einen Drei-Tore-Vorsprung herauszuspielen (27:24). Bensheim/Auerbach zeigte aber keine Nervenschwäche und konnte ausgleichen. Sichtlich motiviert nutzten die Gäste die nun teilweise unkonzentrierte Abwehrarbeit der Baggerseepiraten, um auf jedes Tor der Gastgeber eine passende Antwort zu finden. Und so endete das Spiel mit einem leistungsgerechten Unentschieden.

Die nächste Möglichkeit zwei Punkte einzufahren, bietet sich der mC1 nach den Herbstferien am 4. November bei der HSG Kahl/Kleinostheim.

Es spielten: Daniele Giannusa(TW), Jan Rhein(TW), Jonas Gernoth, Victor Gruhl, Tim Heide, Bennet Knaf, Leo Kompara, Norman Kotzur, Luca Möller, Niklas Preisendörfer, Mateo Schüler, Luca Stark, Matthäus Trautmann, Tim Weiland.

(Text: PM HSG Rodgau Nieder-Roden)