Virologin Prof. Ciesek und Gesundheitsminister Klose rufen zu Grippe- und Corona-Impfung auf

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(Symbolbild: Friedrich auf Unsplash)

Hessens Gesundheitsminister Kai Klose appelliert an alle Bürger*innen, sich auf die bevorstehende Erkältungssaison vorzubereiten und sich gegebenenfalls gegen Grippe sowie das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen zu lassen.

Hessens Gesundheitsminister Kai Klose appelliert an alle Bürger*innen, sich auf die bevorstehende Erkältungssaison vorzubereiten und sich ggf. gegen Grippe sowie das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen zu lassen. Die Grippeimpfung wird besonders für vulnerable Personengruppen sowie für Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel empfohlen. “Die Influenza-Impfstoffe werden jährlich überprüft und angepasst, damit sie gezielt vor den voraussichtlich in der Saison zirkulierenden Virusvarianten schützen. So steht auch für den bevorstehenden Herbst und Winter ein aktualisierter Influenza-Impfstoff zur Verfügung”, so Minister Klose.

Der beste Schutz gegen schwere Verläufe

Auch ein an die Corona-Variante XBB 1.5 angepasstes Vakzin gegen SARS-CoV-2 steht bereit. “Jetzt im beginnenden Herbst sind Maßnahmen besonders wichtig, um sich und andere vor schweren Erkältungs- und Atemwegsinfektionen zu schützen. Der beste Schutz sowohl gegen schwere Verläufe der Grippe als auch von COVID-19 ist eine Impfung”, sagt Prof. Dr. Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Klinikum der Johann-Wolfgang Goethe Universität.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) definiert für alle Personen ab 18 Jahren mindestens zwei Corona-Impfungen plus eine weitere oder aber plus eine durchgemachte Corona-Infektion als Basisimmunisierung. Zudem empfehlen die Expert*innen der Kommission Personen mit erhöhtem Risiko für schwere Verläufe einer COVID-Erkrankung jeweils weitere jährliche Auffrischimpfungen, die möglichst in einem Mindestabstand von zwölf Monaten zur letzten Impfung oder Infektion erfolgen sollten – vorzugsweise zu Beginn des Herbsts. Zu Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf zählen beispielsweise über 60-Jährige, Bewohner*innen von Pflegeeinrichtungen sowie Personen mit Grunderkrankungen oder einem arbeitsbedingt erhöhten Infektionsrisiko.

Impfung gegen weitere Erreger

Ebenfalls von der STIKO für Menschen ab 60 Jahren empfohlen ist eine Impfung gegen Pneumokokken, die den Nasenrachenraum des Menschen besiedeln. Auch wenn diese Infektionen oft symptomlos verlaufen, können sie durch lokale Ausbreitung Krankheiten der oberen und unteren Atemwege oder eine Lungenentzündung auslösen. Möglich ist, sich mehrere Impfungen im Rahmen eines Termins verabreichen zu lassen. Hierzu berät Sie Ihre Hausarztpraxis.

Tests und Maske weiterhin sinnvoll

“Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit, sich gemäß den Empfehlungen impfen zu lassen. Verhalten Sie sich bitte außerdem weiter vorsichtig und rücksichtsvoll. Sollten Sie typische Corona-Symptome wie starke Halsschmerzen verspüren, ist es weiter sinnvoll, sich zu testen. Sollten Sie an Corona oder Influenza erkrankt sein, bleiben Sie möglichst zu Hause und tragen Sie, sollten Sie dennoch unter Menschen gehen müssen, eine Maske. Besonders wenn Sie mit alten oder grunderkrankten Menschen in Kontakt kommen, ist das freiwillige Tragen einer Maske weiter äußerst ratsam. Denn auch wenn Corona-Infektionen bei vielen Menschen inzwischen oft relativ harmlos verlaufen, kann eine Erkrankung für vorerkrankte und ältere Personen ebenso wie eine Influenza-Infektion lebensbedrohlich sein”, sagt Minister Klose.

(Text: PM Hessisches Ministerium für Soziales und Integration)