Kreis Offenbach Vorreiter für nachhaltige Mobilität und Lebensqualität

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(Symbolbild: Egor Litvinov auf Unsplash)

Der Kreis Offenbach setzt weiterhin Maßstäbe bei der Förderung nachhaltiger Mobilität und der Verbesserung der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. Das wurde beim 13. Mobilitätsforum am Donnerstag im Kreishaus in Dietzenbach erneut deutlich. Die Veranstaltung, die sich als Plattform für Diskussionen, Erfahrungsaustausch und Best-Practice-Beispiele etabliert hat, zeigte, wie der Kreis Offenbach erfolgreich daran arbeitet, die Luftqualität zu verbessern, den Energieverbrauch zu senken und die Klimaziele zu erreichen.

Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger machte das Ziel des Kreises Offenbach deutlich: „Wir wollen mit der Weiterentwicklung der Mobilität die Lebensqualität erhöhen und gleichzeitig unserer Verantwortung für den Klimaschutz gerecht werden.“ Sie hob die kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Experten der Hochschule Darmstadt unter der Leitung von Professor Dr.-Ing. Jürgen Follmann hervor und betonte den Fokus auf effiziente Mobilitätslösungen.

Im Radverkehr einiges auf den Weg gebracht

„Wir sind Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen und haben vor allem im Radverkehr einiges auf den Weg gebracht“, erläutert Jäger. Sie verwies auf die Querungshilfen an stark befahrenen Straßen wie der K 174, der Kreisquerverbindung. An dieser wurde bereits eine Querungsanlage mit moderner Solartechnik und Bewegungsmeldern installiert und sorgt so für die Sicherheit der Radfahrenden. Darüber hinaus sei eine weitere Querungshilfe im Verlauf der K 174 sowie eine westlich von Langen an der K 168 geplant.

Landrat Oliver Quilling betont indes die Bedeutung von Praxiserfahrungen: „Jedes Jahr sind Expertenrunden mit Fahrrädern im Kreis unterwegs, um kritische Stellen zu identifizieren und den Praxistest zu bestehen.“ Die jüngste Tour führte von Egelsbach über den ausgebauten Teil des Radschnellwegs zwischen Darmstadt und Frankfurt nach Langen und weiter über Götzenhain bis nach Seligenstadt. Auch die Machbarkeitsstudien für weitere geplante Radschnellwege zwischen Seligenstadt und dem Flughafen sowie zwischen Hanau und Frankfurt zeigen positive Ergebnisse, so dass die Planungsphase gemeinsam mit dem Regionalverband FrankfurtRheinMain und den Kommunen beginnen kann.

In einer dicht besiedelten Metropolregion wie Frankfurt Rhein-Main ist das Fahrrad aus ökologischer Sicht eine hervorragende Alternative zum Auto. Deshalb forciert der Kreis Offenbach den Bau von Radschnellwegen und innerörtlichen Fahrradstraßen. Quilling: „Um die Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer bei Dämmerung und Dunkelheit zu erhöhen, wurden im Kreis Offenbach alle Radwege an Hauptverkehrsstraßen markiert. Außerdem wird derzeit ein umfangreiches Projekt zur Analyse und Verbesserung der Beschilderung des 560 Kilometer langen Radwegenetzes im Kreis umgesetzt.“

Der Landrat hebt zudem die Rolle des Kreises als Moderator und Vermittler bei Verkehrsprojekten in den Kommunen hervor. „Bei der Planung eines neuen Radweges zwischen Rödermark und Dietzenbach etwa ist es uns gelungen, einen Konsens zwischen den beteiligten Städten herzustellen, der in eine Verwaltungsvereinbarung mündete“, so Oliver Quilling.

Erfreuliche Entwicklungen auch beim öffentlichen Personennahverkehr

Die Regionaltangente West, ein lange diskutiertes Verkehrsprojekt, kommt voran und bringt vor allem für den Westen des Kreises Offenbach große Verbesserungen. Ende Mai fand der erste Spatenstich für eine Brücke am Bahnhof Stadion statt. „Die Arbeiten am Bahnhof Neu-Isenburg im Planfeststellungsabschnitt Süd 1, wo am multimodalen Verknüpfungspunkt auch eine Mobilitätsstation entstehen soll, gehen zügig voran“, so Quilling weiter. Gemeinsam mit der Kreisverkehrsgesellschaft und dem Regionalverband werde derzeit geprüft, wo weitere Mobilitätsstationen sinnvoll seien. Ferner werde die Unterstützung der Kommunen bei der Planung und Umsetzung von Nahmobilitätsprojekten verstärkt. Mit finanzieller Unterstützung des Landes Hessen werde ein Nahmobilitätskoordinator eingestellt, um nachhaltige und umweltfreundliche Mobilitätskonzepte zu entwickeln, erklärt Jäger.

Die Erste Kreisbeigeordnete betont darüber hinaus die Bedeutung der Verbesserung des ÖPNV-Angebots: „Der Ausbau von Expressbuslinien und weitere batteriebetriebene Busse stehen auf unserer Agenda. Die Energieversorger errichten immer mehr Ladestationen für Elektrofahrzeuge und die Nachfrage nach Stromtankstellen steigt stetig“. Das belegt auch ein kurzer Blick in die Kfz-Statistik. Im Jahr 2019 etwa zählte die Zulassungsstelle des Kreises 600 Zulassungen von Fahrzeugen ohne Verbrennungsmotor, ein Jahr später waren es bereits 1.225 und heute sind schon 5.000 Elektrofahrzeuge unterwegs.

Zu guter Letzt berichtet Claudia Jäger von einem Erfolgsmodell der Kreisverkehrsgesellschaft, dem Hopper, der mittlerweile in allen 13 Kreiskommunen zur Verfügung steht. Der elektrisch betriebene Mini-Rufbus, der Touren flexibel nach den Wünschen der Fahrgäste zusammenstellt und via App zu buchen ist, erfreut sich großer Beliebtheit. „Der Hopper hat in kurzer Zeit rund 440.000 Fahrgäste mit unseren knapp 70 Fahrzeugen sicher und komfortabel an ihr Ziel gebracht und ist ein Paradebeispiel dafür, wie moderne Konzepte die Mobilität voranbringen“, so Jäger abschließend.

(Text: PM Kreis Offenbach)