Frankfurt: Kinderrechte stärken

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(Symbolfoto: Pixabay)

Gemeinsam Präventionsketten etablieren, damit alle Kinder gesund aufwachsen können: Das Gesundheitsamt nimmt zusammen mit dem Jugend- und Sozialamt an dem neu ins Leben gerufenen Landesprogramm „Präventionsketten Hessen– Gelingendes Aufwachsen, Kinderrechte leben“ teil.

Ziel ist der Auf- und Ausbau von Präventionsketten, um eine gerechtere und familienfreundlichere Gesellschaft für Kinder vom Säuglingsalter bis zu zehn Jahren in hessischen Kommunen zu gestalten. „Wir wollen, dass alle Kinder unabhängig von ihrer Herkunft und sozialen Umgebung die gleichen Chancen haben, gesund und glücklich aufzuwachsen. Dieses Programm hilft uns, eventuelle Schwachstellen innerhalb der Gesundheitsvorsorge aufzudecken und sie zu beheben“, sagt Sozial- und Gesundheitsdezernentin Elke Voitl.

Die verschiedenen Akteure und Strukturen in den Landkreisen, Kommunen und Städten, die entlang der Präventionsketten für die Einhaltung von Kinderrechten arbeiten, sollen zusammengebracht und Synergien geschaffen werden, um eventuelle Lücken aufzudecken und mit geeigneten Maßnahmen zu schließen. Dafür müssen die Angebotslandschaft und mögliche Beteiligungen der Kinder und ihrer Familien ermittelt und transparent gemacht werden. „Mit dieser ämterübergreifenden Zusammenarbeit wollen wir Übergänge im Aufwachsen von Kindern erleichtern und sie und ihre Familien als Expertinnen und Experten ihrer Lebenswelt wahrnehmen. Die Angebote im Sozialraum der Menschen müssen niedrigschwellig, passgenau und gut vernetzt sein, um wirksam Teilhabechancen zu eröffnen. Dabei steht für uns der Bedarf von Kindern und Familien in schwierigen Lebenslagen, die häufig von Armut betroffen sind, im Mittelpunkt“, betont Nanine Delmas, Leiterin des Jugend- und Sozialamtes.

In Frankfurt soll die Ermittlung des Ist-Zustandes exemplarisch in zwei ausgewählten Stadtteilen vorgenommen werden. In einem zweiten Schritt werden die dann gesammelten Daten und Erfahrungen genutzt, um flächendeckende Konzepte zu erarbeiten. „Die Etablierung von funktionierenden Präventionsketten ist der Schlüssel zum Schutz von Kinderrechten. Sie gewährleisten, dass jedes Kind die Möglichkeit hat, in einer sicheren Umgebung aufzuwachsen und sein volles Potenzial zu entfalten“, sagt Priv. Doz. Peter Tinnemann, Leiter des Gesundheitsamtes. So sollen in der Zukunft Präventionsangebote bereits in der Schwangerschaft greifen und die Kinder bis zu ihrem zehnten Lebensjahr begleiten.

Initiiert wurde das Programm „Präventionsketten Hessen“ von dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration in Kooperation mit der Auridis Stiftung und der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (HAGE). Als Landeskoordinierungsstelle hat die HAGE die fachliche und organisatorische Umsetzung des Programms übernommen.

(Text: PM Stadt Frankfurt)