Katzenschutzverordnung in Langen: Kastration mindert Katzenleid

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Symbolfoto Katzen (Foto: krystianwin auf Pixabay)

Die Tierrechtsorganisation MINKA : Mission Katze erinnert aufgrund der prekären und alarmierenden Situation der Tierheime in diesem Jahr an die vor den Sommerferien vom Magistrat der Stadt Langen erlassene Katzenschutzverordnung, die seit 29. Juli 2023 gültig ist und möglicherweise noch nicht von allen Katzenhaltern verinnerlicht wurde.

Die neue Gesetzlage schreibt vor, dass Katzen künftig nicht nur kastriert, sondern auch gekennzeichnet und in einem Haustierregister registriert sein müssen, um durch ihre Streifgebiete zu ziehen. Hintergrund sind die mittlerweile über 2 Millionen verwilderten Hauskatzen, die in den Randbezirken der Kommunen ein elendes Leben fristen und durch diese Maßnahme ein weiteres Ansteigen der Population verhindert werden soll. Jede Straßenkatze stammt ursprünglich von einer unkastrierten Hauskatze ab, für verantwortungsbewusste Halter ist die rechtzeitige Kastration und Kennzeichnung ihrer Tiere bisher eine Selbstverständlichkeit, bedauerlicherweise jedoch nicht für jeden.

Der Deutsche Tierschutzbund beschreibt auf seiner Webseite in einem neuen Report, dass das Leid der Straßenkatzen sich zu einem der größten unbemerkten Tierschutzprobleme in Deutschland entwickelt hat. Dieser bundesweite Missstand nimmt immer größere Dimensionen an, denn Tierschutzvereine und Tierheime sind an ihre Grenzen gekommen und können das Katzenelend nicht mehr alleine bewältigen. Die traurige Bilanz in diesem Sommer: die „Kittenflut“ ist wieder besonders hoch, vermehrt werden Katzenbabys abgegeben oder verwaiste Kitten gefunden. Tierheime mussten bereits ein Aufnahmestopp aussprechen.

Ob mit oder noch ohne entsprechende Verordnung appelliert MINKA sowohl an alle Katzenhalter, auch in den Nachbarkommunen, ihre Tiere kastrieren zu lassen, als auch an die Verantwortlichen in den Rathäusern, sich Langen mit dem Erlass anzuschließen, denn nur eine flächendeckende Katzenschutzverordnung hilft weiteres Katzenleid zu verhindern.

Weitere Informationen zur Kampagne „Jetzt Katzen helfen“, die vom Deutschen Tierschutzbund ab August gestartet ist, unter www.jetzt-katzen-helfen.de.

(Text: PM MINKA : Mission Katze)