Kreis Groß-Gerau: Netzwerk beleuchtet Thema Freitod

234
(Symbolfoto: Anemone123 auf Pixabay)

Anlässlich des Welthospiztags 2023 lädt das Hospiz- und Palliativnetzwerk im Kreis Groß-Gerau zu einem Informationstag am Freitag, 13. Oktober, ein. Die Veranstaltung unter dem Titel „Frei – Tod?! Ist Suizid wirklich der letzte Ausweg?“ ist für 15 bis 18 Uhr geplant und findet im Georg-Büchner-Saal im Groß-Gerauer Landratsamt, Wilhelm-Seipp-Straße 4, statt. Der Eintritt ist frei.

Besucher*innen erwartet ein vielfältiges und anregendes Programm. Die Riedstädter BüchnerBühne zeigt Auszüge ihrer Inszenierung von „Romeo & Julia“. Mit Shakespeares berühmtem Werk rund um Liebe, Macht und (Frei-)Tod leitet die Bühne in die Thematik ein. Um „Suizidgründe, Fakten und Präventionsansätze“ geht es dann im Vortrag von Anke Creachcadec vom Bündnis gegen Depression im Kreis Groß-Gerau (www.bgd-gg.de).

An einer Podiumsdiskussion nehmen Rechtsanwalt Prof. Robert Roßbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben, Dr. med. Bernd Oliver Maier, Vizepräsident der Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin und Dr. med. Harald Braun, Vorsitzender der Ambulanten Ethikberatung Groß-Gerau, teil. Außerdem gibt es an diesem Infotag den Markt der Möglichkeiten: Informationsstände, an denen sich die Netzwerkpartner in der Pause vorstellen.

Nachdem das Bundesverfassungsgericht das vom Deutschen Bundestag im Jahr 2015 beschlossene Verbot der organisierten Sterbehilfe im Februar 2020 nicht nur gekippt, sondern auch deutlich gemacht hat, dass jeder Mensch das Recht haben soll, selbstbestimmt zu sterben (auch mit Unterstützung Dritter), ist in der Bevölkerung und der Politik erneut eine breite Diskussion darüber entflammt. Am 6. Juli 2023 sind beide dem Bundestag zur Abstimmung vorgelegten Gesetzesvorlagen gescheitert, so dass es in Deutschland aktuell weiterhin keine gesetzliche Regelung gibt.

Im Rahmen des Welthospiztags 2023 möchte das Hospiz- und Palliativnetzwerk im Landkreis Groß-Gerau dieses Thema für Interessierte beleuchten und zur Diskussion darüber anregen.

(Text: PM Kreis Groß-Gerau)