Odenwaldkreis: Team der Organisatorischen Leiter Rettungsdienst wird verstärkt

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Neue Aufgabe: Landrat Frank Matiaske (zweiter von links) übergibt Felix Willms die Ernennungsurkunde zum Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, und vom Ärztlichen Leiter Rettungsdienst, Dr. Bernhard Krakowka, bekommt er seine Einsatztasche. Auch Hauptabteilungsleiterin Sarina Hildmann freut sich über die personelle Verstärkung des Teams. (Foto Stefan Toepfer/Kreisverwaltung)

Wenn es Verkehrsunfälle mit vielen Verletzten oder andere größere Schadensereignisse gibt, muss die Organisation der Rettungskräfte reibungslos funktionieren. Dafür sorgen am Einsatzort die Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OLRD). Um die Arbeit in diesem wichtigen Ehrenamt auf mehr Schultern zu verteilen, wird das Team ab dem heutigen 15. August durch Felix Willms verstärkt. Landrat Frank Matiaske überreichte ihm jüngst die Ernennungsurkunde und lobte den Einsatzwillen des 25 Jahre alten Erbachers, ausdrücklich im Namen des gesamten Kreisausschusses. „Es ist beeindruckend, dass mit Felix Willms ein junger Mann Führungsverantwortung übernimmt und großen Einsatzwillen zeigt. Er ist damit ein Vorbild für andere junge Menschen.“

Willms ist der siebte Organisatorische Leiter Rettungsdienst im Odenwaldkreis. Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst, Dr. Bernhard Krakowka, dankte allen Verantwortlichen in diesem Stab für ihre Bereitschaft, dieses Ehrenamt auszuüben. „Ich bin sehr froh, mit Heiko Assmus, Marco Schäfer, Michael Estl, Dominik Weiers, Markus Hoffmann, Oliver Geist und nun auch mit Felix Willms überaus kompetente und engagierte Kräfte zu haben, die die sehr komplexe Organisation von Einsätzen bei größeren Schadenslagen im Griff haben.“

Jeder von ihnen muss im Monat für mehrere Tage in Rufbereitschaft sein. Assmus ist der Sprecher der Gruppe und auch für die Dienstpläne verantwortlich.

Wie Dr. Krakowka erläuterte, bildet der Organisatorische Leiter Rettungsdienst in einem Einsatz gemeinsam mit dem Leitenden Notarzt die „Einsatzleitung Rettungsdienst“. „Beide arbeiten eng zusammen, tragen die medizinische Gesamtverantwortung für den jeweiligen Einsatz und sind gegenüber dem Einsatzpersonal des Rettungsdienstes weisungsbefugt, der Leitende Notarzt darüber hinaus noch gegenüber dem ärztlichen Personal, insbesondere gegenüber den beteiligten Notärzten.“ Dem OLRD obliegt außer der organisatorischen Steuerung auch die Dokumentation von Einsätzen.

Auch die für den Rettungsdienst zuständige Hauptabteilungsleiterin im Landratsamt, Sarina Hildmann, würdigte Willms‘ Bereitschaft zur Übernahme der neuen Aufgabe, „wozu eine Portion Mut gehört“, und dankte ihm dafür. Das ist im Übrigen nicht Willms‘ einziges Ehrenamt, ist er doch auch in der Freiwilligen Feuerwehr Erbach engagiert.

Hauptberuflich arbeitet Willms als Notfallsanitäter beim Deutschen Roten Kreuz und hat die für die neue Aufgabe erforderliche Ausbildung, die in Hessen landeseinheitlich geregelt ist, erfolgreich absolviert. Seine Berufung, die zunächst für fünf Jahre gilt, erfolgte auf Vorschlag von Dr. Krakowka und mit Zustimmung des Arbeitgebers. Der Odenwaldkreis ist als Rettungsdienstträger gesetzlich dazu verpflichtet, Organisatorische Leiter Rettungsdienst in ausreichender Zahl vorzuhalten. Ebenfalls mit einem herzlichen Dankeschön überreichte Dr. Krakowka dem frischgebackenen OLRD seine zukünftige Einsatztasche.

(Text: PM Odenwaldkreis)