Belüftung des Reinheimer Teichs soll Tiersterben verhindern

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Aquapilze im Reinheimer Teich (Archivbild). (Foto: FISHCALC, Büro für Fischerei- und Gewässerberatung R. Hennings)

In den vergangenen Tagen ist der Wasserstand des Reinheimer Teichs (Kreis Darmstadt-Dieburg) aufgrund ausbleibender Niederschläge stetig gesunken; gleichzeitig verschlechterte sich die Wasserqualität durch eine enorme Algenblüte. Deshalb werden noch diese Woche Belüftungsanlagen in den Reinheimer Teich eingesetzt. Ein erneutes „Umkippen“ des Teichs mit einem Fisch- und Vogelsterben soll durch das Einsetzen der Aquapilze vermieden werden.

Einschlägige Grenzwerte überschritten

Das Büro für Fischerei- und Gewässerberatung (FISHCALC) und das Forstamt Dieburg, das für die Pflege des gleichnamigen Naturschutzgebietes zuständig ist, hatten Wasserproben genommen. Da einschlägige Grenzwerte überschritten sind, installiert nun das Forstamt Dieburg mit Hilfe von FISHCALC und des Gewässerschutz- und Angelvereins Reinheim/Ueberau e.V. die Belüftungsanlagen in dem Teich. Die sogenannten Aquapilze waren im vergangenen Jahr im Auftrag des Regierungspräsidiums (RP) Darmstadt erworben worden.

Fisch- und Vogelsterben soll verhindert werden

Sobald die Sauerstoffsättigung einen definierten Grenzwert überschreitet, werden die Belüftungsgeräte in den Reinheimer Teich eingesetzt. Darauf hatten sich Natuschutz-, Wasser- und Fischereibehörden, Mitglieder des ehrenamtlichen Naturschutzes sowie die Stadt Reinheim als Eigentümerin bei einem gemeinsamen Termin im April in Reinheim verständigt.  Durch den Einsatz der Aquapilze soll der Sauerstoffhaushalt in einem Teil des Gewässers soweit stabilisiert werden, dass es nicht erneut zu einem Fisch- und Vogelsterben kommt.

2022 hatte es eine langanhaltende Trockenperiode gegeben. Als Folge der hohen Wassertemperaturen und des fehlenden Niederschlags nahm die Sauerstoffkonzentration im Reinheimer Teich drastisch ab. Dies wurde durch eine massive Algenblüte hervorgerufen. Infolgedessen erlosch der Sauerstoff im Teich und die darin lebenden Großfische wie Karpfen und Welse verendeten. Dabei kamen aber auch Wasservögel ums Leben. Der Verdacht auf eine bakterielle Vergiftung (Botulismus) wurde durch das Hessische Landeslabor jedoch nicht bestätigt.

Der Bauhof der Stadt Reinheim sichert den Generator, der zum Betrieb der Anlagen notwendig ist, mit einem Bauzaun sichert.

(Text: PM Regierungspräsidium Darmstadt)