Rödermark: „Erfolgsmodell Seniorenhilfe“ feiert ihr 25-jähriges Bestehen

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Der Vorsitzende Birger Flath (links) ehrte gemeinsam mit aktuellen und ehemaligen Vorstandsmitgliedern die drei anwesenden Vereinsgründerinnen Renate Naumann, Christa Wolter und Christel Görlich. (Foto: PS)

Viele Mitglieder und Wegbegleiter hatte der Vorstand der Seniorenhilfe Rödermark zur Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehen in die Kulturhalle eingeladen.

In seiner Rede erinnerte der Vorsitzende Birger Flath an die Entstehung der Seniorenhilfe, die sich am 9. März 1998 gründete. Sich gegenseitig im Alltag unter die Arme zu greifen und helfen – so lautete der Grundgedanke. Das Angebot sei schnell sehr gut angenommen worden. „Hilfesuchende und Helfer hielten sich fast die Waage damals“, so Birger Flath. Der Verein konnte sich schnell zu einer tragenden Säule der Seniorenarbeit in der Stadt entwickeln. Schwerpunkte liegen auch heute noch bei der Hilfe, etwa beim Einkaufen sowie bei der Begleitung bei Arztbesuchen. Koordiniert wird das alles von einem Bürodienst.

Birger Flath verschwieg aber auch nicht die Probleme der Seniorenhilfe, die durch das steigende Durchschnittsalter der Mitglieder, das mittlerweile 78,9 Jahre beträgt, entstanden sind. Man steht vor der Herausforderung, dass immer mehr Mitglieder Hilfe benötigen und immer weniger Mitglieder, häufig altersbedingt, noch in der Lage sind, solche Hilfe zu leisten. Ende vergangenen Jahres hatte die Seniorenhilfe 376 Mitglieder, mehr als die Hälfte ist über 80. Für den Vorstand ist es daher wichtig, verstärkt Jungseniorinnen und Jungsenioren für eine Mitgliedschaft und zur Mitarbeit zu gewinnen. Dies ist nötig, da es ansonsten künftig schwer wird, die in der Satzung angegebenen Hilfeleistungen zu erbringen.

Eine zweite Säule der Seniorenhilfe ist das Unterhaltungsprogramm mit monatlichen Treffen. „Ich habe bei der Seniorenhilfe viele nette Leute kennengelernt und auch einige neue Freunde gefunden“, sagte Birger Flath. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen ehrte Flath die drei anwesenden Gründerinnen Renate Naumann, Christa Wolter und Christel Görlich.

Peter Schröder, der gemeinsam mit dem zweiten Vorsitzenden Heino Fleischhauer auch die Begrüßung übernommen hatte, moderierte das Programm. Die Bundestagsabgeordnete Patricia Lips sprang für den Kreisbeigeordneten Carsten Müller, der kurzfristig absagen musste, mit einem Grußwort ein. Aus relativ kleinen Anfängen habe sich die Seniorenhilfe sehr gut entwickelt. „Helfen gegen Hilfe – ein Projekt, das Schule gemacht und bis heute von großem Erfolg gekrönt ist“, so Lips.

Werner Popp sprach für den Vereinsring, der ehrenamtliche Stadtrat gratulierte zudem auch für den Magistrat, da Bürgermeister Jörg Rotter auf Besuch in der ungarischen Partnerstadt Bodajk war. Die Seniorenhilfe leiste einen sehr wertvollen und unverzichtbaren Beitrag zum sozialen Miteinander in der Stadt, lobte Werner Popp. „Im Gründungsjahr 1998 wurde ein Erfolgsmodell aufs Gleis gesetzt, das heute noch immer Anklang findet.“ Durch ihre Arbeit trage die Seniorenhilfe dazu bei, dass ältere Menschen auch im fortgeschrittenen Alter ein selbstbestimmtes Leben in ihrer vertrauten Umgebung führen können.

Für das musikalische Programm der Jubiläumsfeier war das Mandolinenorchester des Wanderclubs Edelweiß Dudenhofen verantwortlich, das in diesem Jahr bereits sein 100 jähriges Bestehen feiert. Viel Applaus bekam auch die Gruppe „Little Dancer“ der Turnerschaft für ihren Auftritt.

(Text: PS)