HGV Obertshausen: Nach Corona fast wieder im „Normalbetrieb“

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Der Heimat-und Geschichtsverein ehrte langjährige Mitglieder und gab einen Rückblick auf das letzte Jahr. (Foto: HGV Obertshausen)

In seiner diesjährigen Mitgliederversammlung hat der Heimat- und Geschichtsverein Obertshausen Rita Lotz und Horst Kunisch für 35, sowie Sophie Eckert und Elsbet Wiens für 30 und das Ehepaar Christine und Wolfgang Fallmer für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt.

Der Vorsitzende Armin Paul dankte besonders Rita Lotz und Horst Kunisch für ihre Mitarbeit in der Arbeitsgruppe lokale Kirchengeschichte und für ihre frühere Tätigkeit im Vorstand.
Sophie Eckert wurde für ihre Tätigkeit als Kassenprüferin gedankt, die sie auch aktuell wieder ausübt.

Beim Rückblick auf das Jahr 2022 konnte festgestellt werden, dass alle geplanten Ausstellungen und auch die weiteren Veranstaltungen auf eine sehr gute Resonanz gestoßen sind. Mit einer Besucherzahl von ca. 900 konnte man so fast wieder die sehr guten Ergebnisse der Jahre 2018 und 2019 (Jubiläumsjahr – 40 Jahre Stadt Obertshausen, 950 Jahre Hausen) erreichen.

Fünf Sonderausstellungen präsentiert

So konnten in 2022 im Museum insgesamt fünf Sonderausstellungen präsentiert werden. Neben der Gedächtnisausstellung „Ein Leben für die Nadelspitze“ für die 2020 verstorbene Museumsbeauftrage der Deutschen Spitzengilde, Gudrun Borck und der Osterausstellung von Hildegard Flechsenhar von der Seligenstädter Klöppelgruppe, war die Ausstellung „Essenzen“ des Obertshausener Bildhauers Christoph Schindler die Highlights des ersten Halbjahres. Wo am Anfang des Jahres noch Mundschutz und Abstand die äußeren Kennzeichen der Ausstellungseröffnungen waren, konnten bei der Vernissage von Christoph Schindler bereits 80 Besucher im Museumshof begrüßt werden.

Nach der Sommerpause hat der ehemalige Bandoneon-Hersteller, die Firma Arno Arnold, seine Firmengeschichte im Museum präsentiert. Unter dem Motto „Vom Musikinstrument zum modernen Industrieprodukt“ wurde hier der innovative Weg vom Instrumentenbauer im Erzgebirge, über die Flucht und den Neubeginn nach dem zweiten Weltkrieg in Obertshausen, bis hin zum Marktführer bei der Herstellung von Schutzabdeckungen für die Industrie aufgezeigt. Daneben konnte in einer kleinen Sonderausstellung auch das 85. Jubiläum der Firma Karl Mayer gewürdigt werden.

Neben den Ausstellungen sind nach der Pandemie auch wieder die Schulklassen der Joseph-von-Eichendorff-Schule zu Führungen ins Museum zurückgekehrt. Den Heimat- und Geschichtsverein würde es natürlich sehr freuen, wenn auch die anderen Schulen in Obertshausen zukünftig von diesem Angebot Gebrauch machen.

Aber auch außerhalb des Museums hat der HGV wieder Stadtführungen angeboten, weiterhin wurde der Ausbau des Geschichtspfades weiterhin vorangetrieben. So besteht nun immer mehr die Möglichkeit, Ortsgeschichte auch direkt im Stadtbild zu erfahren.

(Text: PM HGV Obertshausen)