Kreis Offenbach: Hochsommerliche Temperaturen verursachen Rettungsdiensteinsätze

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(Symbolbild: Camilo Jimenez auf Unsplash)

Auch in diesem Jahr mehren sich im Kreis Offenbach die Einsätze des Rettungsdienstes auf Grund der hochsommerlichen Temperaturen. Gerade ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder sind gefährdet. Die häufigsten hitzebedingten Erkrankungen sind Hitzschlag, Sonnenstich und Sonnenbrand.

Beim Hitzschlag kommt es zu einer generellen Überwärmung des Körpers. Im schlimmsten Fall kann es zu Kreislaufkollaps, Bewusstlosigkeit und Krampfanfällen kommen. In diesen Fällen soll der Rettungsdienst unter der 112 gerufen werden, da die Erkrankung im schlimmsten Fall tödlich enden kann. Eine Vorstufe ist die Hitzeerschöpfung. Dabei hilft es, sich an einen schattigen Ort zu begeben, zu ruhen und reichlich nicht zu kalte alkoholfreie Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Der Sonnenstich ist eine Reizung der Hirnhäute auf Grund von Sonneneinstrahlung. Symptome sind Kopfschmerzen, Sehstörungen, Krampfanfälle, Nackensteife und Bewusstlosigkeit. Bei Bewusstlosigkeit muss der Rettungsdienst unter der 112 gerufen werden. Ansonsten hilft auch in diesem Fall Schatten, Trinken und gegebenenfalls den Kopf zu kühlen.

Der Sonnenbrand ist eine Verbrennung der oberen Hautschichten durch Sonnenstrahlen. Diese sind schmerzhaft, heilen jedoch in aller Regel wieder von allein. Die Haut vergisst jedoch nicht: Jeder Sonnenbrand und jede lange Sonneneinwirkung führen zu einer schnelleren Hautalterung und erhöhen das Risiko von Hautkrebs.

Tipps zum Schutz bei hohen Temperaturen

• Ausreichend trinken, denn der Körper verliert durch vermehrtes Schwitzen reichlich Wasser.
• Wenn möglich im Schatten aufhalten.
• Luftige lockere Kleidung tragen.
• Körperliche Anstrengung vermeiden oder in die Morgen- oder Abendstunden verschieben.
• Kopf bedecken.
• Haut mit Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor eincremen.
• Kinder und Tiere nicht im Auto lassen auch nicht für eine kurze Zeit.
• Ausreichend Getränke mitnehmen – bei Reisen ebenso wie auf dem Weg ins Büro.
• Vorsicht bei alkoholischen Getränken und anderen bewusstseinserweiternden Substanzen walten lassen.

Insbesondere ältere Menschen und kleine Kinder sind gefährdet. Ältere Menschen haben häufig ein reduziertes Durstgefühl und sind nicht mehr in der Lage hitzebedingte Kreislaufbelastungen auszugleichen. Darüber hinaus gibt es Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und Hitzebelastung. Pflegebedürftige können sich häufig nicht selbst helfen und sind insbesondere bei längeren Wärmeperioden auf Hilfe angewiesen. Kleine Kinder haben im Vergleich zu Erwachsenen eine größere Körperoberfläche und sind deswegen sowohl bei Hitze als auch bei Kälte temperaturanfälliger.

(Text: PM Kreis Offenbach)