Urkunden für die Nachhaltigkeitsfüchse in Rödermark

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40 künftige Schulkinder der Villa Kunterbunt und des Familienzentrums Liebigstraße sind am vergangenen Samstag zu Nachhaltigkeitsfüchsen ernannt worden. (Foto: Stadt Rödermark)

Abschluss eines Umweltschutz-Projektes in der Villa Kunterbunt und im Familienzentrum Liebigstraße

Freude und Stolz standen den Kindern ins Gesicht geschrieben: Mit strahlenden Augen nahmen sie aus den Händen von Bürgermeister Jörg Rotter die Urkunden, die kleinen Stofffüchse und Taschen mit nachhaltigen Aufmerksamkeiten entgegen und zeigten sie ihren Eltern. 40 künftige Schulkinder der Villa Kunterbunt und des Familienzentrums Liebigstraße sind am vergangenen Samstag zu Nachhaltigkeitsfüchsen ernannt worden. Im Kindergartenalltag hatten sie sich seit Beginn des Frühjahrs mit Themen befasst, die angesichts von Klimawandel, Ressourcenknappheit und Müllbergen so wichtig auch für ihre eigene Zukunft sind: Welche Rolle spielt der Boden im Kreislauf der Natur? Wie kann ich mich gesund ernähren? Was hat Ernährung mit Umweltschutz zu tun? Wie kann ich Plastik vermeiden? Ihre Lehrmeister waren die Experten der „Koop Nachhaltigkeit im Kindergarten“.

Es war die sechste Auflage des Umweltschutzprojektes. Initiiert hatte das Ganze 2018 Christiane Rasmussen, die unter dem Dach des vom Bund aufgelegten Programms „Mehrgenerationenhaus“ im SchillerHaus die Familienbildungsarbeit koordiniert. Bei den Kita-Teams stieß die Biologin auf offene Ohren; ins Boot holte sie die Umweltpädagogin Nadja Israel, Daniela Scheidle, die Klimaschutzmanagerin der Stadt, sowie die Biologen Dr. Astrid Vogel-Höpker und Dr. Veit Höpke, die vor drei Jahren den Stab an die Ernährungsexpertinnen Simone Schmickl und Sandra Schallmayer weitergereicht haben. Ihrer Runde gaben die Fachleute den Namen „Koop Nachhaltigkeit“.

„Das Thema Nachhaltigkeit ist heute aktueller denn je“, so Rasmussen in einem Flyer, mit dem sie den Eltern das Kita-Projekt vorstellte. „Mit Blick auf unser zukünftiges Leben, das unserer Kinder und folgender Generationen müssen wir die Folgen unserer Lebensweise und den Umgang mit unseren Ressourcen überdenken. Um für nachhaltiges Handeln schon sehr früh zu sensibilisieren, haben wir uns für das letzte Jahr Ihrer Kinder im Kindergarten etwas Besonderes einfallen lassen.“

Das Besondere kam dabei in den Modulen „Unser Boden ist ein Schatz“, „Nachhaltige Ernährung – regional-saisonal“ und „Plastikvermeidung“ ganz spielerisch daher: mit Experimenten, Rätseln und Detektivarbeit, es wurde mit Materialien gebastelt, die zum Wegwerfen zu schade sind, oder mit dem Mikroskop genau nachgeschaut. Zusammen mit Igel Ida und Fred Fuchs – die beiden waren zur Freude aller auch am Samstag gekommen, um zu gratulieren – nahmen die Kinder Gemüse und Obst unter die Lupe und erfuhren so, wo es herkommt, wann es reif wird und geerntet werden kann. Ausfallen musste diesmal aus personellen Gründen das Modul „Klimaschutz und Energiesparen“.

Bürgermeister Rotter zeigte sich begeistert von dem „tollen Projekt“, und vom Eifer der Kinder, die er auch im Namen der urlaubenden Sozialdezernentin Andrea Schülner für ihr Engagement lobte. Man könne nicht früh genug damit anfangen, Begriffe wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit in den Köpfen und Herzen zu verankern. „Das Thema ist uns sehr wichtig“, betonte Rotter. Die Vorzeigeaktion im Urberacher Norden sei dabei ein Mosaikstein, aber auch in den anderen Kitas werde das Thema Nachhaltigkeit großgeschrieben.

Nachdem alle ihre Urkunden in Empfang genommen hatten, durfte gefeiert werden. Die Corona-Einschränkungen hatten das große Familienfest der Nachhaltigkeitsfüchse in den vergangen drei Jahren verhindert. Diesmal gab es in der Villa Kunterbunt auf der anderen Straßenseite wieder Bastel- und Bewegungsangebote, Snacks und Getränke. Und zum Schluss noch ein besonderes Dankeschön für die Kinder, die so eifrig mitgemacht hatten: Das Galli-Theater aus Wiesbaden spielte das Theaterstück „Mutter Erde“. Kein Puppentheater, sondern echte Schauspieler, die die Kinder in ihr Spiel mit einbezogen.

(Text: PM Stadt Rödermark)