Nach Vandalismus: Wie steht es um die Brücken in Darmstadt-Eberstadt?

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Fuß- und Radwegebrücke in der Blumenstraße in Eberstadt. (Foto: Mobilitätsamt)

Um die Eberstädterinnen und Eberstädter auf dem Laufenden zu halten, erläutert Stadtrat Michael Kolmer den Sachstand hinsichtlich der von Vandalismus betroffenen Brücken im südlichen Stadtteil Darmstadts.

Die Brücke hinter dem Alten Eberstädter Rathaus ist seit letzter Woche wieder begehbar, nachdem dort ein provisorisches Metallgeländer installiert werden konnte. Rückmeldungen aus der Bürgerschaft zeigen, dass dies in Eberstadt mit Freude aufgenommen wird. Demnächst wird dort ein neues Holzgeländer folgen. Die nicht zuletzt von Bezirksverwalter Lutz Achenbach unterstützte Suche nach einem geeigneten Handwerksbetrieb mit ausreichend Kapazitäten gestaltete sich sehr schwierig.

Mit Bezug auf die Frage, wann die beiden anderen zerstörten Brücken wieder repariert bzw. instandgesetzt werden und welche Kosten damit einhergehen, führt Kolmer aus: „Bei den Brücken über die Modau handelt es sich um Holzkonstruktionen aus dem Jahr 1983, welche den Charakter als bauliche Anlagen im Naturschutzgebiet aufgreifen. Die beiden durch massive Gewalteinwirkung zerstörten Holzbrücken Eb 09 im Bereich Hainweg und Eb 13 am Bauerngarten konnten nach Begutachtung durch Fachingenieure nicht wiederinstandgesetzt werden und mussten unter Einbindung des Regierungspräsidiums Darmstadt vollständig zurückgebaut werden. Die Ersatzbauten wurden Mitte 2022 als Neuplanungen beauftragt. Im Winterhalbjahr wurden auch unter Berücksichtigung des Bundesnaturschutzgesetzes die Bauflächen und die Vegetation für die Neuerrichtung der Bauwerke im Sommer 2023 vorbereitet und hergestellt.

Die Neuerrichtung der beiden Brücken ist für Juli und August 2023 geplant. Die Kosten für die beiden Brückenneubauten wurden mit insgesamt
100.000 Euro ermittelt.“

Darüber wie eine erneute mutwillige Zerstörung vermieden werden kann, sagt Kolmer, dass bei Brückenbauwerken künftig die Holzbauteile aus verleimtem Schichtholz hergestellt werden. Des Weiteren seien an relevanten Stellen im Bauwerk konstruktive Verstärkungen aus Stahlteilen vorgesehen. Man hoffe, dass die vorgesehenen Maßnahmen Vandalismusschäden begrenzen und erschweren.

(Text: PM Wissenschaftsstadt Darmstadt)